Folia archeologica 34.

Lovag Zsuzsa: Limogesi mintára készült magyarországi körmeneti keresztek

178 ZSUZSA LOVAG Der aus Fegyvernek stammende Corpus des Damjanich-Museums zu Szolnok (Abb. 4) folgt schon den Nebenfiguren der ungarländischen Prozes­sionskreuze, seine Krone ahmt den Kopfschmuck der einen Figur des Kreuzes von Ludaspuszta nach, das gepunzte Netzmuster seines Lendentuches ist an den als Streufund zum Vorschein gekommenen, puppenartigen Nebenfiguren 15, auch zu sehen. Der größte Teil der in der zweiten Hälfte des 13. Jhs in Ungarn gefertigten Prozessionskreuze und Corpusse ist östlich von der Donau vor allem im Alföld zum Vorschein gekommen, das den Verwüstungen des Mongolensturmes am meisten ausgesetzt war. Die echten Gegenstände aus Limoges zeigen bezüglich ihres Verbreitungsgebietes keinen solchen Unterschied. Die Exemplare mit bekannten Fundorten verteilen sich im großen und ganzen gleichmäßig im Gebiet des Landes. Die spricht dafür, daß die schöneren Importgegenstände im ganzen Land gesuchte Artikel waren, während ihre bescheidenen, den pro­vinziellen Geschmack widerspiegelnden örtlichen Nachahmungen nur die zer­störte Ausrüstung der ärmsten Kirchen ersetzt haben.

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