Folia archeologica 32.

István Vörös: Korai holocén vad Equidák a Kárpát-medencében

ALSÓBERECKI 91• Zur Bestimmung des Alters des Gräberfeldes von Alsóberecki bietet eine gute Grundlage das an einigen Urnen vorkommende herzförmige, erhabene Ziermotiv. Dieses Motiv ahmt die Form der herzförmigen Bronzeanhänger nach, die zur Zeit der ersten Periode der Spätbronzezeit (Reinecke ВС) bei den Volksgruppen des Karpatenbeckens in Mode waren. Zwischen der Herstellungs­zeit der Urnen von Alsóberecki und der Mode der Anhänger dürfte kaum ein bedeutender chronologischer Abstand gewesen sein. Keramik und Bronzefunde der Berkesz-Kultur sind insgesamt an fün Stellen zum Vorschein gekommen (Nyíregyháza-Bujtos, Pácin-Alsókenderho­mok, Rozsály, Érmihályfalva-Valea lui Mihai, Tiszakirva-Kriva). 2 8 Zwischen ihnen waren die in Nyíregyháza-Bujtos gefundenen Bronzearmbänder, Ringe in einer solchen Schale, als welche im Urnengräberfeld von Alsóberecki in großer Zahl zum Vorschein kommen. Die Bronzegegenstände aller fünf Funde gehören in den Kreis der Metallkunst von Ópályi-Typ. Der Prozeß der Veränderung und Umwandlung der materiellen Kultur der im Obertheißgebiet gelebten mittel bronzezeitlichen Bevölkerung wird von den Urnengräberfunden von Alsóberecki genau widerspiegelt. Die Keramiktypen verschiedenen Ursprunges bezeichnen, daß das Volk der Kultur von Felsőszőcs von den westlichen, südwestlichen Nachbarn, von den Völkern der Piliny-Kultur und der Hügelgräberkultur des Alföld die Herstellung von neuen Keramiktypen übernommen hat. Dieselben Verbindungen können auch im Denkmalmaterial der Bronzekunst festgestellt werden und dies führte zur allmählichen Umwand­lung der materiellen Kultur des Volkes von Felsőszőcs. Infolge der geringen Menge des Fundmaterials kann heute noch nicht festgestellt werden, ob in der Entstehung der neuen materiellen Kultur auch neue Volkselemente teilgenom­men hätten oder ob diese Umwandlung eine Folge der friedlichen Beziehungen war. Östlicher als der linke Uferstreifen der Theiß ist uns ein Fundmaterial von Hügelgrabtyp kaum bekannt, so dürfte im Gebiet jenseits der Theiß das Volk der Hügelgräberkultur des Alföld keine bedeutende Rolle gespielt haben. Die Wirkung der Piliny-Kultur kam nur an ihrer östlichen Grenze, im Bodrogköz zur Geltung, weiter nach Osten nicht mehr. Im Denkmalmaterial des Volkes der Berkesz-Kultur kommen auch Elemente der Noa-Kultur vor. Diese dürften durch die Vermittlung der Lapus-Kultur der Szamosgegend in das Gebiet Nord­ost-Ungarns gelangt sein. Im östlichen Gebiet des Volkes von Felsőszőcs, im Szamos- und Krasznatal, in der Karpatho-Ukraine war die Änderung von anderem Charakter als in der Obertheißgegend. Dort kam die Wirkung der südtranssilvanischen, transkarpati­schen Noa-Kultur kräftiger zur Geltung, und auf Grund dieser bildete sich die Lapus-Kultur aus. Das Leben dieser Kultur hielt auch bis zum Anfang der Hall­statt A-Periode an, als in der Obertheißgegend die Berkesz-Kultur bereits erloschen ist. 2" In der ersten Phase der Spätbronzezeit (Reinecke ВС) war im Gebiet jenseits der Theiß der südliche Nachbar des Volkes der Kultur von Felsőszőcs, der 2 8 Mozsolics, A., Bronze- und Goldfunde. . . 132, 161, 167, 204.; Penjak, S. I., Bronzovoj skarb sela Kriva. Dosliddzenija starodanoj istorii Zakarpatti. (Uzgorod 1972) 111. 2 9 Kacsó, С., a.a.O. 67.; Vulpe, A., a.a.O. 69.

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