Folia archeologica 32.
Ferenc Fülep-Alice Sz. Burger: Későrómai éremlelet Pécsről
198 A. Kiss Verbreitung. Im Verbreitungsstreifen der Blechfibeln zwischen dem Pontus und dem Atlantischen Ozean bedeuten die auch der Form nach eigene Gruppe bildenden Fibeln mit dreieckigem Kopf auch territorial eine eigene Einheit. Ihre Verbreitung beschränkt sich auf zwei Gebiete: auf das nördliche Küstengebiet des Schwarzen Meeres, vor allem auf das Gebiet der Krim (obwohl die reelle Beurteilung dieser Frage durch die große Zahl der Fibeln von unbekanntem Fundort unsicher gemacht wird) und auf das Gebiet des Karpatenbeckens. Außerhalb dieser beiden Gebiete — falls meine Daten einwandfrei den tatsächlichen Verbreitungszustand widerspiegeln — sind nur aus den Fundorten von Kanev und Carol I, also dem Dnepr entlang und in der Moldau bekannt. Beachtenswert ist daß das Stück von höchster Qualität innerhalb der Fundgruppe, der Fund von Regöly, auf Grund der Begleitfunde gleichfalls aus osteuropäischer Umgebung stammt, also aus einem Gebiet, wo Bronzefibeln von einfacherer Ausführung vorkommen. Verzeichnis der dreieckigen , Blech- und gegossenen Fibeln A. Mittleres Donaubecken : 1. Beograd — Kalemegdan — Donji Grad, zapadni evinger (Singidunum), (Muzej Grada Beograda, Inv.-Nr.: AS I. 135), 2. Beograd — Zemun (Zimony) — Kapele (1956) (Taurunum), 1 1 3. Deutsch-Altenburg (Carnuntum), 1 2 4. Dombóvár (1900), 1 3 5. Mártély. „2 glatte, gegossene Bronzefibeln, eine fragmentiert; die dreieckige Kopfplatte mit seitlichen Runden geschmückt." 1 4 — Die Funde liegen laut Beninger im Budapester Museum vor (auf Grund anderer Hinweise bedeutet dies bei ihm das Ungarische Nationalmuseum) und die übrigen Funde des Gräberfeldes stammen aus der Awarenzeit. — Banner 1 5 führt das unveröffentlichte Manuskript von Gyula Török an, wonach im Ungarischen Nationalmuseum zwei Fibeln aus Mártély vorhanden sind. Dezső Csallány veröffentlichte die Zeichnung von einer Fibel aus Mártély, 1 6 wonach diese seiner Meinung nach im Museum von Hódmezővásárhely zu finden ist. Im János-Tornyai-Museum zu Hódmezővásárhely liegt jedoch eine solche Fibel nicht vor. 1 7 In der Völkerwanderungszeitlichen Sammlung des MNM ist unter der Inv.-Nr. 61.119.1. eine Bronzefibel mit dreieckigem Kopf, die mit jener von Csallány erwähnten Fibel identisch zu sein scheint, jedoch wird dieser Fund im Inventarbuch als zur Sammlung Delhaes gehörend registriert. In den Aufzeich1 1 Dimitrijevic, D. —-Kovacevic, ].— Vinski, Z., Seoba naroda. (Zcmun 1962) 105. 1 2 Beninger , E., a.a.O. 24, Nr. 16. 1 3 Натре/, /., Alterthümer des frühen Mittelalters in Ungarn. II. (Braunschweig 1905) 687—689. 1 1 Beninger, E., a.a.O. 16. 1 5 Banner, ]., A hódmezővásárhelyi Városi Múzeum Régészeti Osztályának első öt éve. — Die ersten 5 Jahre der Archäologischen Abteilung des Städtischen Museums in Hódmezővásárhely. Csongrád megyei Könyvtár 7. (Szeged 1934) 19.; Török, Gy., A nagy Alföld germán leletei. (Unveröffentlichte Preisschrift der Universität) 64. 1 6 Csallány, D., Archäologische Denkmäler der Gepiden in Mitteldonaubecken. AH 38. (Budapest 1961) Taf. CCXVIII, 11. 1 7 Briefliche Mitteilung der Kollegin Katalin Nagy vom 12. Dez. 1979, für die ich auch an dieser Stelle danke.