Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
128 É. В. B ÓNIS Exemplar mit flachem Deckel zum Vorschein gekommen, das ein Parallelstück zu unserer Lampe von Kálóz ist. Daß diese Bronzelampen selbst noch im 2. Jh. weiterleben, beweist Loeschke mit einer an der Traian-Säule dargestellten Laterne. Das Exemplar von Kálóz selbst und auch die Ergebnisse von Lajos Nagy 110 beweisen, daß man in den Provinzen zu dieser Zeit noch die aus Metall gefertigten Sturmlaternen gebraucht hat. Aus Pannonién, aus Brigetio bewahrt das Nationalmuseum einen oberen Tragbügel, der gleichfalls dreiarmig ist. 11 1 Die im Museum zu Klagenfurt in ausgezeichnetem Zustand erhalten gebliebenen zwei Laternen hat Lajos Nagy bereits erwähnt 11 2 das vollkommene Stück des British Museum ist kein örtliches Produkt, sondern stammt aus Torre Annunziata. 11 3 In Fragmenten findet man fast in einem jeden Provinzialmuseum Laternen vor, so z. B. im Römerhaus zu Äugst. Bei diesem örtlichen Exemplar ist besonders der Brenner intakt erhalten geblieben. 11 4 In Raetien und Gallien können wir einen Laternentyp auch in Luxusausführung finden, aus Äugst 11 5 und Bavai 11 6 stammen je eine Laternenstütze, zu beiden lehnen sich kleine Bronzestatuetten an: Ganymed mit dem Adler. Uns interessierte vor allem, wie die Laternen in das Grab gelangt sind. Die vollkommene Laterne des Mainzer Römisch-Germanischen Zentralmuseums stammt aus Algerien, aus einem Brandgrab. 11 7 Nach Loeschke kommen in den nordafrikanischen Gräberfeldern, in den bis Ende des 2. Jhs. belegten Gräbern in mehreren Fällen Laternen vor. 11 8 In den bulgarischen Hügelgräbern des 1. Jhs. fehlten von den reichen Beigaben selbst die Laternen nicht. 11 9 Ein ähnlich ausgeführtes Exemplar, wie die dreistiitzige Laterne von Kálóz ist aus dem Hügelgrab Karaagac I. zum Vorschein gekommen. 12 0 Die Laterne des Grabes „A" von Vize 12 1 und des Grabes 2 von Catalka 12 2 haben zwei Stützen. Aus Tumulus 6 von Catalka ist gleichfalls eine dreistützige Laterne ans Tageslicht gekommen. 123 Das Beilegen von I.aternen in das Grab beschränkt sich nicht allein auf die thra11 0 S. Anm. 107. 11 1 MNM (Ung. Nat. Mus.) römische Sammlung, Inv.-Nr.: 4.1933. 30. 11 2 Nagy, L., a.a.O.; Egger, R., Führer durch die Antikesammlung des Landesmuseums in Klagenfurt. (Wien 1921) 98—99., Abb. 76. 11 3 Loeschke, S., Antike Laternen. . . 386., Abb. 8. Ein gleichfalls italienisches Stück kam aus Boscoreale ins Berliner Antiquarium: Pernice, E., Bronzen aus Boscoreale. Arch. Anz. 15(1900) 193., Abb. 22. 11 4 Inv.-Nr.: 70., der Brenner: 5756 b.; S. noch: Eiidin, O. —Sitterding, M. et at., Ausgrabungen in Äugst, 2. Insula 24(1939—1959). (Basel 1962) 61., Abb. 20,3. 11 5 Laur-Belart, R., Ein Septizonium in Äugst. JbSGU 48(1960—61) 31.; Ders., Führer durch Augusta Raurica. 4. Aufl. (Basel 1966) 102. Abb. 59. 11 6 Faider-Feytmans, G., Recueil des bronzes de Bavai. (Paris 1957) 58., Pl. XVI, 65. 11 7 Ain el Hout (Nordafrika): MZ 34—35(1929—30) 110., Taf. XXIV, 4. 11 8 Loeschke, S., Antike Laternen. . . 386. 11 9 Nuber, H. U„ a.a.O. 172., Anm. 1037. 12 0 Wetkow , I., Neue Grabfunde aus Bulgarien. IAI 5(1928—29) 13—., Abb. 25. 12 1 Mauset, A. M., a.a.O. 177., Abb. 207. 12 2 Nikotov, D. —Bujktiev, H., Trakijski mogili grobove ot Catalka Starozagorsko. Arheologia (Sofia) 9(1967): 1. 27., Abb. 16. 12 3 Nikotov , D. —Bujktiev, H., Novi trakijski mogili pogrebenija ot Catalka Starozagorsko. Arheologia (Sofia) 9(1967): 3. 22., Abb. 30.