Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
126 É. В. BÓNIS erhalten gebliebene Seitenknopf sowie die Mitte und der Rand des Deckels sind durch Doppelrinnen verziert. Von den nierenförmigen Ventilationslöchern sind zwei erhalten geblieben, der Teil mit der dritten Öffnung ist fragmentarisch. H: ohne Knopf: 2,2 cm, Dm: 15,2 cm. Die obere Randleiste des Lampenkörpers (Abb. 17,5a —b; Abb. 18,5a —b) an der sich der Deckel einst genau anpaßte, hat das Profil einer umgekehrten U-Form, die äußere Randleiste hat (1,5 cm) den durchscheinenden Mantel (Florn) tiefer gehalten. An dieser oberen Leiste Laufen auch auf dem Bodenrand Zierrinnen. Von den Seitenstützen (Abb. 17,6a —b; Abb. 18,6a —b) sind nur zwei Stücke auf uns geblieben, obwohl die drei Arme des obersten Griffes dafür sprechen, daß wir hier mit einer dreistützigen Laterne zu tun haben. Die Stützen sind profiliert, insbesondere ihr oberer Teil, in welche die Ketten mit Ringen eingegriffen haben. An der Innenseite wurde das Horn durch dünne Bronzebleche mit dicken Nieten zu den Stützen gepreßt. L: beide 15 cm, Dm des Kopfes: 1,7 cm, Bdm: 1,8 cm. Der untere Teil der Laterne (Abb. 17,7b —c; Abb. 18,7a —c) ist sorfältig profiliert, auf dem Boden ist die Laterne von 6, auf dem hervorragenden Rand von zwei Doppelrinnen verziert. Der nach oben geöffnete Rand war hier auch unten U-förmig, hieher paßte sich der niedere Rand des Horns an. Die Lampe wurde durch die auf den Boden der Laterne genieteten, einst gewiß 3 St. kugelförmigen Füßchen gehalten. Mit kaum sichtbaren kleinen Rinnen wurde auch der in der Mitte des unteren Teiles der Laterne untergebrachte, aus Bronzeblech gefertigte Brenner verziert (Abb. 17,8; Abb. 18,8). Der meßbare Radius der deformierten Bodenplatte beträgt 7,5 cm (das Doppelte diese Maßes entspricht dem Durchmesser des Deckels). Die Rekonstruktionszeichnung (Abb. 19) w i und die aus jedem Standpunkt aus beispielhafte Zusemmenstellung von Loeschke über die Laternen 10 6 befreit uns davon, daß wir uns mit der Funktion der Sturmlampe, mit dem Aufheben und Herunterlassen des Deckels bei dem Anzünden auseinandersetzen. Lajos Nagy, der den Bügel der Lampe von Kálóz und auch ihre Seitenstützen in seiner gründlichen Studie über die pannonischen Laternen und ihre provinzialen Parallelen veröffentlicht hat, verband sie mit der Vorführung der Laternendarstellungen an Steindenkmälern. 10 7 Im weiteren untersuchen wir das Exemplar von Kálóz in der Entwicklungsreihe der Laternen einzureihen und forschen nach ihr Vorkommen in den Bestattungen. Das Exemplar von Kálóz zeigt zwei besondere Charakteristika: statt den üblichen zwei Stützen sind drei (die dritte ist nicht in das Muzeum gelangt) und der flache Deckel. Ein beliebtes kaiserzeitliches Thema ist der die Laterne vor sich haltende, müde sitzende Sklave. 10 8 Diese Statuettengefäße halten vierstützige Laternen. Laut Loeschke stammen die vierstützigen Exemplare aus verhältnismäßig frühen Zeiten. 10 9 In Flerculaneum selbst ist ein dreistütziges 10 5 Ich sage einen besonderen Dank an Andor Semsey für die viele Besprechungen beanspruchende Verfertigung der Rekonstruktionszeichnung der Laterne. 10 6 Loeschke, S., Antike Laternen und Lichthäuschen. BJ 118(1909) 370—430. ют JSagy, L., BpR 14(1945) 156—., 159., Abb. 2. 10 8 Loeschke, S., Antike Laternen... 392., Taf. XXXII, 1. (Mainz RGZM); Velilkovic, M., Petits bronzes figurés romains au Musée National. MN Beograd, Antiquité 4. (Beograd 1972) 168., Nr. 97 (Margum, Moesia sup.) 10 9 Loeschke, S., Antike Laternen. . . 332., Taf. XXXI, 8., 393.