Folia archeologica 32.

Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető

124 É. В. BÓNIS zu der vorher vorgeführten Lampe gehört hat, da diese letztere keine Öse oder Öffnung zum Aufhängen hat, während die jetzt beschriebene Lampe mit der Löwin wahrscheinlich aufhängbar war. Fragmentarisch. L: 10 cm, Kopfbr: 3,4 cm. Angesichts dessen, daß die Lampe von Anfang an als Wagenzierde betrachtet wurde, ist sie in die Arbeit von Iványi nicht aufgenommen worden. In der Ausführung ist sie tatsächlich eine genaue Analogie der Löwen der „Radab­weiser". 9 7 Der Aufbau dieser Lampe läßt sich auf Grund eines Aquincumer Fundes rekonstruieren. Im Gräberfeld am Graben von Aquincum-Aranyhegy hat man in einem der vom W-Tor der Aquincumer Zivilstadt nach W haltenden, sich in 400 m Länge dahinziehenden Gräber, in einer Grube neben einer Urne eine Bronzelampe mit den zum Aufhängen dienenden geflochtenen Bronzeketten gefunden. 9 8 Melinda Kaba datiert dieses Grab auch auf Grund der übrigen Funde auf den Beginn des 2. Jhs. 9 9 Die von János Szilágyi auf einem eigenen Bild vorge­führte, aufhängbare Lampe 10 0 ist rund und verengt sich der Schnauze zu, die zum Aufhängen dienenden Ösen ragen aus je einem neueren Löwenköpfchen hervor. Die Anbringung des Griffes illustrieren wir mit dem Griff der Stierkopflampe 101 der Jankovich-Sammlung (Abb. 14,2). Sie kann in die Gruppe der birnenförmigen Bronzelampen eingereiht werden, an deren sich vorbiegendem Griff ein Löwen-, Panther-, Pferde-, Gänse­oder Hahnkopf zu sehen sind. Loeschke hat schon in Pompei die Vorläufer dieses Öllampentyps gefunden. 10 2 Dieser Typ war bis zum. 2. Jh. in Gebrauch. 103 Aus bulgarischen Tumuli sind uns Varianten mit Geflügel- und Pferdekopf bekannt, ihre Tonnachahmungen wurden in den Provinzen gerne hergestellt. 10 4 14. Fragmente einer Bron-^elaterne (Abb. 17—18; Rekonstruktion: Abb. 19). Inv.-Nr. : 25.1902.9, 10,11, 14, 16, 23. Mit der Beschreibung der Laterne — einer Wetterlampe mit herunternehmbarem Deckel — beginnen wir von oben. Der zusammenhaltbare Griff der Lampe (Abb. 17,1 ; Abb. 18,1 ), der den Deckel hoch­hebt, ist dreiarmig und wurde in Gußtechnik gefertigt. Der obere Griff ist 11,6 cm lang, zwischen den Armen des unteren Teiles ist ein Abstand von 9,8 cm. Das erhalten gebliebene Fragment der mittleren, aus Achtern gebildeten Tragkette (Abb. 17,2; Abb. 18,3) ist 6,1 cm, das Stück der zum Seitenring dienenden gefloch­tenen Bronzekette (Abb. 17,3; Abb. 18,2) 7,7 cm lang. Der Deckel der Laterne (Abb. 17,4; Abb. 18,4a-b) hat die From eines flachen Kugelabschnittes und wurde aus Bronzeblech hergestellt. Der mittlere, zum Aufhängen dienende und der eine 9 7 S. Anm. 2. 9 8 Alföldi, A.—Nagy, L.—László, Gy., Budapest története. 1/2. (Budapest 1942) 265., 268., Taf. LXVII, 3. Inv.-Nr. im Aquincum Múzeum: 51.120. Ich danke Frau Dr. Krisztina Szirmai für die Aussuchung der Nummer. 9 9 Kaba, M., BpR 18(1957) 425., 429. 10 0 S^ildgyi, ]., Aquincum. (Budapest 1956) 68., Taf. XIX. 10 1 Inv.-Nr.: 61.13.41.; Натре/, ]., Arch.Ért. 18(1898) Taf. II, 2a-b.; hányi, D., a.a.O. 303. Nr. 4337., Taf. LXIII, 6. 10 2 Loeschke, S., Lampen aus Vindonissa. (Zürich 1919) 135., Typ XX—XXI. 19 3 Leibundgut, A., Die römischen Bronzen der Schweiz. II: Avenches. (Mainz 1976) 98., Taf. 61. Nr. 113. 10 4 Bónis, É., FA 28(1977) 114.

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