Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
120 É. В. B ÓNIS Wasserkannen eine Rolle gespielt haben. Laut Radnóti 7 6 waren die für den Hausgebrauch gefertigten Blechkannen schon in Pompei vorhanden und wurden etwa von der Zeit des Hadrianus am Rhein hergestellt. Henkel von italischen Exemplaren wurden in Pannonién, vor allem in Siscia gefunden, die späteren Stücke sind hingegen zweifelsohne aus Gallien und aus Nieder-Germanien zu uns gelangt. Leider wird bei Radnóti statt der hier erörterten Kanne von Kálóz ein anderes Exemplar vorgeführt. 7 7 Die Altersbestimmung dieses Kannentyps stößt gerade infolge seiner langen Gebrauchszeit an Schwierigkeiten. Klára Szabó hat dieser Gruppe eine Abhandlung gewidmet. Die dort vorgeführten Kannen wurden von ihr vor allem auf Grund der unteren Attache der Henkel in chronologische Reihenfolge gestellt. 78 Von der Blechkanne von Kálóz fehlt gerade dieser charakteristische Teil. Die Kanne von Kálóz dürfte in der frühen Periode der im allgemeinen auf das 2. und 3. Jh. gesetzten Hauptherstellungszeit 7' 1 entstanden sein, da das am Henkel sichtbare, eingekerbte Muster noch hellenistische Traditionen bewahrt. Der mit gedrücktem Körper und ohne Ausguß erzeugte Vorgänger der Blechkannen aus dem 1. Jh. führt im Hügelgrab „A" von Vize (Bulgarien) eine ebensolche eingekerbte Verzierung. 8 0 Die allernächste Parallele dieser Henkelverzierung wurde in einem frühkaiserzeitlichen Milieu in Augsburg gefunden, jedoch gibt es hier leider keine sicheren zeitbestimmenden Umstände. 8 1 Im Laufe der weiteren Entwicklung der Blechkannen 8 2 werden sie an der Wende des 2. und 3. Jhs. zuweilen mit geripptem Halskragen gefertigt, 8 3 zu diesen gehört auch das Exemplar von Vajta. 8 4 Die Exemplare des 4. Jhs. sind von dickerer Wandung, mehr gedrückterem und niedrigerem Körper. 8 5 10—11. Bron^ekelle und Siebgarnitur (Abb. 15,1-2). Inv.-Nr.: Kelle: 25.1902.12, 17.; Sieb: 25.1902.18, 19, 20, 21. Das deformierte und zerbröckelte Gefäßpaar wurde unter mehreren Nummern inventarisiert. Die zwei Stücke passen völlig ineinander. Der zueinander fallende, bedeckte Teil der Stiele ist weniger poliert und gröber ausgearbeitet. 8 6 Die Säume der nach außen fallenden Oberflächen sind schräg verarbeitet. Der Rand der Kelle ist etwas dicker als der des Siebes, weshalb siesich beider Einsetzung in den Sieb völlig bedecken. 8 7 Die Endungen 7 6 Radnóti, A., Bronzegefäße. . . 151—153. " Ebd. 127., Taf. LH, 5. ' 8 L. S Zabó, К., Alba Regia 17(1979) 251—., Fig. 4—6. ™ Den Boesterd, M. H. P., a.a.O. 70—71., Pl. XI, 257—257a. 8 0 Manse/, A. M., Grabhügelforschung in Ostthrakien. IAI 13(1939) 178—179., Abb. 211. 8 1 Hell, M., Römische Metallkanne aus Salzburg. JÖAI 42(1955) Beibl. 95.; A. Radnóti verwirft die wahrscheinliche Datierung aufs 2. Jh.: Gefäße, Lampen und Tintenfässer aus Bronze. In: Intercisa II. AH 36. (Budapest 1957) 202, Anm. 309. 8 2 Bónis, É., FA 19(1968) 26—., Abb. 7. 8 3 Deonna, W., a.a.O. 56., Taf. V.l.; Werner, ]., a.a.O. 262., Taf. 107/9., 117/9., 119/8.; Tomasevic-Bttck, T., Ein Deputfund in Augusta Raurica Insula 42. BVbl 45(1980)91-.5/4, 7, 9/1. 8 1 Fülep. F., a.a.O. 48., Taf. XXVIII. 1.; Fomasevic-Buck, T., a.a.O. 8 5 Paulovics, I., Die römische Ansiedlung von Dunapentele (Intercisa). AH 2. (Budapest 1927) 45-46., Abb. 20.; 52., Abb. 31. 8 6 Beobachtung von Klára L. Szabó. 8 7 Den Boesterd, M. H. P., a.a.O. 19—20., PL III, 53—53a.