Folia archeologica 32.

Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető

116 É. В. B ÓNIS die feine Drechslerarbeit. Es ist anzunehmen, daß auch der abhanden gekom­mene Henkel von Kálóz ein Pferdeprotome gehabt haben dürfte, u.zw. ein Protome, das Ákos Kiss aus einem Hügelgrab von Mezöszilas vorführt. 58 Der Entwicklungsreihe der engmündigen Kannen widmete Radnóti auch eine eigene Studie. 5 9 Seinen Forschungen nach hört die Erzeugung der engmündigen Kannen in Italien am Ende des 1. Jhs. auf. Im Westen wird im Ausgang des 1. und zu Beginn des 2. Jhs. ein einfacherer Typ mit schärferem Profil erzeugt (insbesondere in Gallien). Hierzu knüpft er noch eine Gruppe an der Bernstein­straße, zu der auch zwei Kannen aus der Westslowakei gehören. 6 0 Vom Gesichtspunkt der Kanne von Kálóz interessieren uns gerade diese letzteren Stücke, um so mehr, da wir die engsten Parallelen der weiter unten zur Besprechung kommenden Griffschale gerade hier vorfinden. Die Parallelen der aus zwei Stücken zusammengestellten, dünnwandigen Kanne von Kálóz mit glockenförmigem Fuß können wir in der Westslowakei, in den reichen Gräbern von Vysoká pri Morave und Zohor finden . Die Bearbeiter des Fundes Kraskovská 61 und Kolnik, 6 2 wie auch Radnóti 6 3 und Nuber 6 4 die Beschreiber und Einreiher dieses frühen Kannentyps bestimmten die Herstellungszeit dieses Typs auf die erste Hälfte des 2. Jhs. 7. Stiel einer Griff schale. (Abb. 14,3). Inv.-Nr.: 25.1902.8. Leider ist der Ge­fäßkörper selbst nicht in das Museum gelangt. Ein kleiner, schlecht ausgear­beiteter Stiel, mit achteckigem Querschnitt und grob ausgearbeitetem Hunde­kopf. Auf dem der Schüssel zu verbreiternden Teil eingekerbte, keilförmige Verzierungen. Im Inneren des Stiels ein Eisenkern. L: 10,6 cm, Br: 2,1 cm. Radnóti führt den Stiel aus dem Wagenfund von Zsámbék an, 6 5 jedoch wurde an der Tafel (Taf. XXVIII 3) dieses Stück aus Kálóz publiziert. Die Anfertigung der ziemlich schlecht ausgearbeiteten Stücke schrieb er einer örtlichen Werk­stätte zu. Dies könnte auch dadurch unterstützt werden, daß in den oben erwähn­ten südwestslowakischen Gräbern sehr ähnliche Stücke gefunden wurden, 66 jedoch weist ein ganz ähnliches, mehreckiges, keilverziertes Stück mit Hunde­kopf des Museums von Cambridge darauf hin, daß ihre gemeinsame Quelle Gallien gewesen sein dürfte. Das Stück aus Britannien bestimmt Eggers auf die Zeit zwischen 100—150. 6 7 5 8 Kiss, A., a.a.O. 49., Taf. VI. 3.; Radnóti, A., Bronzegefäße. . . 139. 5 9 Radnóti, A., Eine Bronzekanne aus Augsburg. BVbl 25(1960) 99., 122. Verbrei­tungsplan: S. 105. Abb. 1. 6 0 Ebd. 102., 119., 124. 6 1 Kraskovská, L., Roman bronze vessels from Slovakia. BAR Suppl. 44. (Oxford 1978) 11—., Pl. VII, 1—3., 12—., Pl. XIII, 1—4. 6 2 Dies., Rimske bronzové nádoby na Slovensku. SIA 29(1976) 433., 440. 6 3 Radnóti, A., BVbl 25(1960) 116. 0 4 Nnber, H. U., Kanne und Griffschale. Ihr Gebrauch in taglichen Leben und die Beigabe in Gräbern der römischen Kaiserzeit. BRGK 53(1972) 153. 6 5 Radnóti, A., Bronzegefäße. . . 76—77., Taf. XXVIII, 3. 6 6 Kraskovská, L., Roman bronze. . . 15., Pl. XII, 3—5. (Zohor): 11—12., Pl. VI, 4—6. •(Vysoká pri Morave) zusammen mit Kasserollen mit dem Stempel Cipius Polybius. 6 7 Eggers, H. ]., Römische Bronzegefäße in Britannien. JbRGZM 13(1966) 90., Abb. 37.

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