Folia archeologica 32.
Tibor Kemenczei: Az alsóberecki későbronzkori urnatemető
WAGENGRAB VON KÁLÓZ 101 den Zustand des Jahres 1881 mit dem des Jahres 1979, 1 6 so kommen wir auf das folgende Resultat (yibb. 3,1 — 2). Die Fundstellen der Gräber 1 und 2 waren die alte Pz. 303 unter Nr. 21 der Straße Országút (heute Pz. 670). Die Fundstelle des Wagengrabes 1 ist das Grundstück mit der Pz. 302 (heute Pz. 671) unter der heutigen Nr. 23 der Országút, also sie sind tatsächlich unmittelbar benachbart. Zwischen Grab 2 aus dem Jahre 1927 und Grab 3 des Jahres 1930 war den Ergebnissen von Bona nach ein Abstand von 4 m. 1 7 Angesichts dessen, daß auf dem Grundstück unter Pz. 302 das Grab zum Teil unter dem Haus lag, dürfte die Entfernung zwischen Grab 1 und den anderen zwei Gräbern etwa 10—12 m gewesen sein. Bona schließt mit Recht darauf, daß die „zwei eraviskischen Wagengräber aus dem 1—2. Jh. und die in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft begrabenen, fast gleichaltrigen Reiterwaffen also kaum unabhängig voneinander sind". 1 8 Leider ist der Grabfund aus dem Jahre 1902 derart mangelhaft, daß nicht einmal eine gründlichere Untersuchung die Frage entscheiden konnte, ob die drei Gräber tatsächlich zusammengehört haben, jedoch die neueren Ergebnisse von Sylvia Palágyi machen dies ziemlich wahrscheinlich. In dem durch sie freigelegten Hügel Nr. 2 von Inota waren zu ein und derselben Bestattung gehörende drei Grabgruben in 6—8 m Entfernung voneinander, in welchen abgesondert ein Mensch, Zugpferde und Wagen + Reitpferd bestattet waren. 1 9 Ähnlich dürfte die Lage auch in Vajta gewesen sein, wo den Forschungen von Ferenc Fülep nach im Bereich eines Hügels (Tumulus?) von den Grundstückbesitzern drei Grabgruben erschlossen wurden, in welchen Mensch und Pferd, abgesondert Pferde- und Wagenbestattungen zum Vorschein gekommen sind. 2 0 Zwischen dem im folgenden zur Beschreibung kommenden Grab 1 von Kálóz und den später gefundenen Gräbern konnte kein Fundmaterial von gemeinsamem Charakter gefunden werden, mit Ausnahme jenes „Goldplättchens", das heute leider nicht mehr vorhanden ist und der Annahme von Bona nach eine Parallele oder das eine Stück der mit Menschenkopf verzierten, gepreßten, mit Scheibenkopf hergestellten Niete des Grabes 3 gewesen sein konnte. 2 1 Gemein1 6 Ich suchte Haus Nr. 171 erwähnt von Arnold Marosi 1927 (SzSz 1931: 4. 6.) auf den Katasterkarten, doch ist diese Nummer laut den Karten keine Parzellenzahl. In der Forschung der Besitzverhältnisse von Kálóz am Jahrhundertanfang waren mir im Archiv des Komitates Fejér Herr Direktor Dr. Gábor Farkas, Frau Archivar Edith Gerencsér-Horváth, an der Geodätischen Abteilung der MÉM Herr Hauptsachbearbeiter Sándor Luchesi, im Katasteramt des Komitats Fejér die Herren István Huszár, Leiter der Geodätischen Abteilung, Ferenc Deák, geodätischer Fachinspektor und László Vincze, Hauptsacharbeiter; im Geodätischen Institut Dr. Sándor Sipos, Abteilungsleiter und Béla Csókay behilflich. Ich danke Herrn Abteilungsleiter István Huszár für die Identifizierung der alten und heutigen Parzellenzahlen und Hausnummern. 1 7 Bona, I., Alba Regia 16(1978) 270. 1 8 Ebd. 1 9 S. Anm. 4. 2 0 Fülep, F., a.a.O. 40—41.; Über vier Gräber in einem Hügel berichtet: Haffner, A. y Die Ausgrabung eines römischen Grabhügels bei Siesbach im Kreis Birkenfeld. Kutrierisches Jb 18(1978) 197—. 2 1 Bóna, I., Alba Regia 16(1978) 277., Anm. 118.; Im Material von Grab Nr. 1 gibt es keine Kästchenhenkel (Ebd. 275), wie wir es bei der Behandlung sehen (Nr. 8), wurden die Henkel einer tiefen Bronzeschüssel ins Museum gebracht. Für die Plättchen s. noch: S^abó, K. Alba Regia 15(1975) 193—.; Bánki, Zs., La collection du Musée Roi Saint Etienne. Objets romains figurés en bronze, argent et plomb. (Székesfehérvár 1972) 64., Nr. 44.