Folia archeologica 30.

Endre Tóth: A Magyar Nemzeti Múzeum feliratos római arany- és ezüsttárgyai. Aranygyűrűk

RÖMISCHE GOLDRINGE 181 Abb. 14. 14. ábra Durchbrochener Goldring aus Fenékpuszta, VI. Jh. Áttört aranygyűrű Fenék­pusztáról, 6. sz. (1794-1842). 3 0 Über Literáti wissen wir schon, daß er in ganz stattlicher Anzahl falsche oder halbfalsche Gegenstände an Jankovich verkauft hat: 3 1 z. B. ließ er an mittelalterliche Waffen solche Inschriften gravieren, aus denen es hervorgehen soll­te, daß das Stück einst im Besitz irgendeiner historischen Persönlichkeit war. An unseren Ringen kann aber die Fälschung nicht an die Person von Literáti geknüpft werden. Es stehen uns nämlich das von M. Jankovich im Jahre 1812 gemachte Verzeichnis über seine Ringsammlung und auch seine diesbezüglichen Konzepte zur Verfügung. 3 2 In dieser eingebündenen Handschrift kommen aber bereits alle inschriftliche Ringe vor, was also so viel beweist, daß die Inschriften schon vor 1812 eingraviert wurden. Die Beziehungen Literatis zu M. Jankovich haben aber erst zehn Jahre später begonnen. 3 3 3 0 Römer, F .-Desjardins, E., a. a. О. 3 1 Tábori, К., Literati, a hamisító (Literati, der Fälscher). Budapesti Napló 2. September 1937 484.; Kelecsényi, A., OSzK Évk. 1972. 307. ­3 2 Jankovich, Ai., Kataloge der antiken Ringe gesammelt durch Nikolaus Jankovich, 1812. Országos Széchényi Könyvtár, Quart. Germ. 1411. In der Einleitung spricht die eigenhändige, in ungarischer Sprache verfaßte Aufzeichnung von M. Jankovich darüber, daß er die ganze Ringsammlung im Jahre 1812 dem Kronprinzen Ferdinand (dem späteren Ferdinand V.) zum Kauf angeboten hat. Das Kaufgeschäft ist aber nicht zustande gekommen. Diese Liste enthält schon sämtliche Inschriften. 3 3 Der Ring kommt in den über die Sammlungen des Nationalmuseums im Jahre 1825 zusammengestellten Katalog vor: Cimeliotheca Musei Nationalis Hungarici. (Buda 1825) 137.

Next

/
Thumbnails
Contents