Folia archeologica 30.
Endre Tóth: A Magyar Nemzeti Múzeum feliratos római arany- és ezüsttárgyai. Aranygyűrűk
172 E. TÓTH waren im Schatzfund von Naix, mit den Goldmünzen von Hadrianus, Septimius Severus, Caracalla und Geta zusammen sowie mit Aurei des Diocletianus und Maximianus im Schatzfunde von Planche. 5 Wir finden sie auch in dem mit Diocletianus schließenden Schatz von Vemania vor; 6 ein weitere Exemplar wurde mit drei Anhängern gleichfalls mit einer Diocletianus-Münze aus einem Grabe in Magyarzámor (Pannonién, Kom. Fejér) gefunden." Auch in dem auf die Jahre 430 datierten Schatz von Ténès kamen zwei Exemplare vor. 8 Aus dem Grab Nr. 8 des aus dem 6. Jh. stammenden Gräberfeldes von Fenékpuszta-Horreum sind die rankenverzierten, getriebenen Fragmente einer eckigen Amuletten kapsei zum Vorschein gekommen, vermutlich mit einem vom Revers einesAnastasius-Solidus gemachten Goldblechabzug zusammen. 9 Weitere undatierte Exemplare sind uns aus Poscharewatz, Intercisa 1 0 und Aquincum bekannt (dieses letztere Stück kann aus dem 3. Jh. stammen, ist aber ein zylindrischer Typ mit zwei Anhängern). 1 1 Die Gegenstände lassen sich in zwei Typen einreihen. Der eine Typ zeigt eine völlig glatte sech-soder achtseitige Form mit zwei oder drei Anhängern. An die Seiten des anderen Typs ist ein wellenlinienförmiges Goldband oder eine Goldschnur angelötet, ebenfalls von der Länge des Stückes abhängend mit Anhängern zusammen. In beiden Typen kommt eine solche Variante zum Vorschein, bei der die zwei Enden der Kapsel stufenartig erweitert ausgebildet wurden, was bei sämtlichen, mit Wellenlinienverzierten Exemplaren zu sehen ist. Die ausschließlich aus Gold angefertigten Kapseln (Exemplare des UngNatMus) sind entweder mit einer gelben Masse ausgefüllt oder es kann in der Kapsel auch eine Blechfolie mit Zauberspruch gefunden werden (Exemplar von Poscharewatz). Aufgrund der wenigen — obwohl im allgemeinen münzdatierten - Funde kann innerhalb des Gegenstandstypus keine chronologische Absonderung festgestellt werden, vielleicht gibt es auch keine solche. Aufgrund der münzdatierten Exemplare ist es wahrscheinlich, daß solche Bullen ind der Tetrarchiezeit und nach dieser häufiger vorkommen als früher. Im weiteren sollen der Interpretation der Goldringe Nr. 10-11 einige Bemerkungen hinzugefügt werden. Die im Römerreich zum Vorschein gekommenen „Treuringe" hat R. Noll zusammengesammelt und in seiner Interpretation ihre Verbindung mit der Gundgruppe der sog. Kaiserfibeln gesehen. 1 2 Die Ringe erläuterte er mit dem von Fr. 5 HeurgonJ., Le trésor de Ténès. (Paris 1958) 58, PI. 31. 6 Garbscb, ]., Spätrömischer Schatzfund aus Kastell Vemania. Germania 49(1971) 137. — 7 Unveröffentlicht, UngNatMus Inv.-Nr. 87. 1881. 1. 8 Hertrçon, ]., а. а. О. 57., Pl. IV. 9 Barkóc zi, L., Acta Arch. Hung. 20(1968) 28. - Taf. LVIII 5. Im Grab wurde ein Abdruck von einem auf eine Münze gepreßten Goldblech gefunden. Die für das Goldblech als Unterlage benutzte Münze kann nicht jünger, sondern höchstens nur älter als die Zeit des Anastasius sein. Die zur Bestimmung benutzte Literatur: Tolstoi , /.,Monnais Byzantines. (St. Petersburg 19121914); Berlinger, A. R., Catalogue of the Byzantine Coins on the Dumbarton Oaks Collection ... I (Washington 1966); Hahn, IF., Moneta Imperii Byzantini. I. österreichische Akad. der Wiss. phil.-hist. Kl. Denkschriften 109(Wien 1973). 1 0 V. Vágó, E.,-Bona, I., Die Gräberfelder von Intercisa I. Der spätrömische Südostfriedhof. (Bp. 1976) Taf. XVII. 10. 1 1 S Zilágyi, ./., BpR 15(1950 308, Abb. 3. Die Kapsel kam aus einem Sarkophag hervor. Der Publikation nach stammt dieser Teil des Gräberfeldes aus dem 3. Jh. 1 2 Noll, R., Eine goldene Kaiserfibel aus Niederemmel vom Jahre 316. BJ 174(1974) 221.