Folia archeologica 30.
Éva B. Bónis: A brigetioi Gerhát fazekastelep
142 É. В. B ONIS ferviertel von Aquincum-Gasfabrik eine Minervastatuette aus Terrakotta» die eine nahe Parallele unseres Stückes bildet. 2 8 9. Inv.-Nr.: 5.1940.7. Fo: Gebäude Nr.II. Fr einer großen Schüssel, andern nach innen zu abfallenden Rand zwischen zwei Rinnen eine eingeritzte Wellenlinie. An der Außenseite Reste eines großen Bandhenkels. Rohfarbig. H fr: 6,8 cm. 10. Inv.-Nr.: 5.1940.3. Fo: Gebäude Nr. II. Fr einer kleinen Schüssel, Form Drag 37. Terra sigillata-Nachahmung. Porös, hellgelb, unten Spuren der abgewetzten, roten Bemalung, am unteren Teil außen eine Reihe von eingestempelten Blumenornamenten. H: 7,4 cm, Mdm: 14,4 cm, Br: etwa 5 cm. 11. Inv.-Nr.: 5.1940.6. Fo: Gebäude Nr. II. Großes Gefäß mit senkrechter Wandung, stark profiliertem Rand, unten scharf-eckig, unter dem Rand mit dem Finger an die Wand eingedrückter, großer, runder Buckel. Hellbraun, von rauher Oberfläche. Mdm. fr: 9,4 cm, Wst: 1,2 cm. 12. Inv.-Nr.: 5.1940.4. Fo: Gebäude Nr.II. Bodenfr einer Schüssel, mit ihren breiten, flügelartigen, einander zugekehrten, eingestempelten Blattornamenten. Br: 10,6 cm. 13. Inv.-Nr.: 5.1940.5. Fo: Gebäude Nr. II. Bodenfr einer Schüssel, hellgelb mit hellrotem Überzug, im Kerbband eckiges, eingestempeltes Blattmuster. Br: etwa 12 cm. - Inv.-Nr.: 5.1940.5. Fo: Arbeitsstätte II., Abfallgrube. Räucherschale, von ähnlichem Typ wie unter Abb. 13:9. Mdm: 17 cm, gDm: 20,4 cm. Zusammenfassung Die Übersicht des Materials unterstützt die Feststellungen von K. Póczy, wonach: „Die spätere Töpferei des Legionslagers, die unter Kaiser Hadrian ihre Tätigkeit begann, war bis zu den 20er Jahren des III. Jhs in Betrieb." 2 9 Die „frühere" Töpferei der Legion liegt im Töpferviertel von Kurucdomb, in dem das Negativfragment der Kopie eines um 100 herum datierbaren, in La Graufesenque hergestellten Gefäßes das älteste Stück ist. In diesem Töpferviertel kann die Blütezeit der Keramikerzeugung auf Grund des Fundmaterials auf die Zeit des Hadrianus und der Antoniner bestimmt werden. Die Anfänge der Tätigkeit des vorgeführten Gerhát-Töpferviertels werden durch das die Produkte der frühhadrianus-bzw. antoninuszeitlichen spätgallischen Werkstätten nachahmenden Negativmodel ( Abb. 8:5-6; Abb. 19:1-2 und Abb. 27). bestimmt. Dieses Model wurde im Ofen Nr. II gefunden. Aus der Aufschüttung des Ofens kamen auch traianischhadrianische Terra sigillata-Fragmente des Typs Drag 18 zum Vorschein, ferner wurden hier auch Fragmente von mittelgallischen Terra sigillaten gefunden (Abb. 8:3). Om Ofen Nr.I wurden auf die Mitte des 2. Jhs datierbare antoninische,. mittelgallische Sigillaten (Abb. 6:1, 4), außerdem ähnliche Stücke aus Rheinzabern zutage gefördert, die auch bis zum Beginn des 3. Jhs. in Gebrauch gewesen sein konnten (Abb. 6:2,3). Die Öfen Nr. I und II mit ihrem infolge des Hochwas2 8 Den., BpR 11(1932) 308, Abb. 316. 2 9 Póczy, К., DissArch l(Bp. 1958) 90.