Folia archeologica 30.

Éva B. Bónis: A brigetioi Gerhát fazekastelep

104 É. В. BONIS Ofen Nr. VI (Abb. 5) „Rund, nur fragmentarisch erhalten geblieben. Lag hoch, es waren kaum mehr Rostreste vorhanden." Der Rost wurde gegenüber der östlichen Heizungs­öffnung von einer langen Rippe (105 cm tief) und an der Seite von je drei Rippen getragen. Der Boden des Ofens lag 160 cm tief. „Diese kleinen Ofen entstanden so, daß sie in den Lehmboden höhlenartig eingeschnitten und ausgeschmiert wurden. Dann wurden die Rippen, der Rost aus Lehmziegeln eingebaut, und der Brandraum der Gefäße von neuem ausge­schmiert." Das Fundmaterial Die aus den Ofen, von ihrer Umgebung und aus den Suchgräben zum Vor­schein gekommenen, wertvolleren Fundstücke (66 St.) wurden in das Inventar­buch der römerzeitlichen Sammlung der Archäologischen Abteilung des UngNat Mus noch im Ausgrabungsjahr, 7 und das erhalten gebliebene Scherbenmaterial im Jahre 1952 eingeführt. 8 Da aber 1952 das Ausgrabungsprotokoll nicht mehr vorhanden war, entstanden daraus weitere Schwierigkeiten. Während das Zuge­hören des 1940 inventarisierten Materials zu einzelnen Öfen zweifellos ist, kommt auf den Schachteln mit dem erhalten gebliebenen Scherbenmaterial nicht nur die Ofennummer von 1 bis 6 als Grabungsnumerierung vor, sondern wir fanden auch noch die Zahlen von 7 bis 9, ja sogar Buchstaben. Möglicherweise deuten die Buch­staben auf die Bezeichnung der Suchgräben hin (a, b, k,l) doch die Fundorte a, ß, у, sind nicht einmal auf der Zeichnung anzutreffen. Die Untersuchung des Materi­als, inbesondere die beim Brand entstandenen Fehlstücke beweisen, daß das ganze inventarisierte Scherbenmaterial einheitlich zum Töpferviertel, vor allem zu seiner planierten Aufschüttungsschicht gehört hat. Wir führen auch die wichtigsten Stücke aus dem sog. Streumaterial vor, 9 sowie das Material des 1940 erschlossenen Gebäudes Nr.II. Dieses Gebäude dürfte laut Bezeugung der darin gefundenen Scherben ebenfalls zum Töpferviertel gehört haben. Da im Material tatsächlich gewisse Übereinstimmungen sind - z.B. im Ma­terial des Ofens Nr. IV und des Fundortes Nr. 4 die halbfertigen Tonwülste ­führen wir das Material der Ofen mit dem der ähnliche Zahlen enthaltenden Fund­stellen zusammen vor. Bei der Numerierung machen wir jedoch einen Unter­schied, mit römischen Ziffern bezeichnen wir das 1940 zur Inventarisierung ge­kommene Ofenmaterial und mit arabischen Ziffern die Fundorte des nachträglich im Jahre 1952 eingetragenen Materials. Von den Scherben (insgesamt 380 St), haben wir ein solches Material ausgewählt, das für den gesamten keramischen Fundkomplex charakteristisch ist. Dem Überblick der Fundkomplexe dient der folgende Inventarausweis: 7 UngNatMus Römische Sammlung, Inv.-Nr.: 7. 1940. 1-66 » Ebenda Nr.: 52. 4. 1-297. 9 Hierher gehört ebenda: Nr. 10. 1952. 1-7.

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