Folia archeologica 29.

Éva B. Bónis: Rekonstrukciók a Szomor-somodorpusztai római kori temetkezési kocsi felszereléséből

DI-R WAGEN VON SOMODOR 121 angenommen, daß es sich um aus Pannonién stammende Importwaren aus den Jahren um 200 herum handelt. 4 1 Auffallend ist, daß an der oben erwähnten Aquincumer Ädikulawand aus derselben Zeit gleichfalls eine kannelierte Kanne und Griffschale mit betonter Umboausbildung zu sehen sind. Das Gefäßpaar des im allgemeinen für das Ende des 2. Jhs datierten Fund­komplexes von Somodor 4 2 stellt einen der spätesten Beweise für die Sitte der Unterbringung einer Kannen-Griffschalengarnitur ins Grab dar. 4: i Vom Anfang des 3. Jhs an kommen nur mehr unvollständige Garnituren, also Einzelstücke in die Gräber und Sarkophage. 4 4 Diese, den ursprünglichen Ritus nicht mehr genau beachtende Sitte widerspiegelt sich gut in den pannonischen Funden. Eine Tri­foliarkanne und Bronzeschüssel wurden neben den auf dem Gelände der Anlage der Drasche-Fabrik zu Obuda gefundenen Sarkophag gestellt. Diese Bestattungs­weise stammt den Münzen nach aus den ersten Jahren des 4. Jhs. 4 5 Das Paarstück des Umbos der Griffschale von Somodor wurde mit den Henkelkannen panno­nischen Typs zusammen im Sarkophag von Szekszárd aus dem 3. |h. gefunden (Abb. 13). i e' Die Saumverzierung des mit Blei ausgefüllten Umbos ist fast dem Umbo von Somodor ähnlich, beide Griffschalen wurden wahrscheinlich in der­selben Werkstätte hergestellt. Mit der neuen Rekonstruktion einiger Beigaben des Fundes von Szomor­Somodorpuszta beabsichtigten wir zur Vorbereitung einer neuen und vollständi­gen Veröffentlichung des Fundkomplexes beizutragen. Die Bedeutung des Fun­des ist seit langem schon bekannt. Auch die in der Umgebung des reichen panno­nischen Wagenfundes zum Vorschein gekommenen Grabsteine 4 7 beweisen, daß hier die zu den Azali gehörende 4 8 führende Schicht der einheimischen Urbewohner gewohnt hat. 4 9 1 1 Nuber , H. V -Radnóti, A., Römischc Brand- und Körpergräber aus Wehringen. Ldkr. Schwagmünchen. Jahresber. Bayer. Bodendenkmalpflege 10(1969) 38., Abb. 6., Grab. 3., 48. 4- Radnóti, A., Bronzegefäße ... 88, 144.; Ders., BVbl 25(1960) 111-.; Zur Datierung des Bronzetripos im Funde von Somodor auf das 2. Jh. siehe: Erdélyi, G., Arch. Ért. 45(1931) 20-22. Anhang 1. 4 3 Gleichfalls aus einer späten Zeit stammt die aus dem Pferdegrab von Környe im Jahre 1913 zum Vorschein gekommene schlanke Kanne mit kanneliertem Henkel sowie eine Griff­schale mit Widderkopf und Umbo. Alapi, Gy., MKÉ 7(1913) 36-, Abb. 3-5 4 4 Nuber, H. U., а. а. O. 70. " Römer, F., AK 4(1864) 108. 4 6 Kubinyi, A., Szekszárder Alterthümer. (Pest 1857) Taf. IV. n, p. 4 7 Burger, A., Arch.Ert. 101(1974) 97-. Anhang. 4 8 Mócsy, A., Die Bevölkerung von Pannonién bis zu den Markomannenkriegen. (Buda­pest 1959) 55, 248. 41 1 Außer den in der Abhandlung erwähnten Restauratoren bin ich noch für die Fotos J. Karáth und Zs. D. Erdőkürti Dank schuldig.

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