Folia archeologica 28.

Tibor Kemenczei: Hallstatt kori leletek a Dunakanyar térségéből

HAI.LSTATTZEITI .ICHE FUNDE 89 Urbevölkerung allmählich die materielle Kultur der Eroberer übernommen. Über die lang anhaltende Einwirkung und das Weiterleben der östlichen Skythen­kultur bietet die an einer aus der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. u. Z. stammenden, in Lábatlan zum Vorschein gekommenen Urne dargestellte Tier­kampfszene ein schönes Beispiel. 5 0 Das beschriebene Fundmaterial der Früheisenzeit zeugt davon, daß die Donaukniegegend ein Grenzgebiet von Populationen war, das zu zwei großen Kulturkreisen angehört hat. Die Urnenfelderkultur des westlichen Karpaten­beckens wurde Ende des 9. Jahrhunderts und im 8. Jahrhundert von der Theiß­linie infolge des Vormarsches der östlichen präskythischen Stämme bis zur Donau zurückgedrängt. Das Gleichgewicht der Kräfte hat sich dann ganz bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts v. u. Z. nicht geändert, jedoch zeugen die westlich von der Donau im Gebiet der spätzeitigen Urnenfelderkultur, sodann in der frühzeitigen Kalenderbergerkultur in großer Menge zum Vorschein gekommenen Gegen­stände präskythischen Typs von einem regen Handel und vom militärischen Übergewicht der östlichen Stämme. Der Verbreitung der Skythenkultur folgte im Alföld eine neuere östliche Expansion, sowohl in nördlicher als auch in westlicher Richtung. Dies war in Transdanubien nicht so erfolgreich, wie in der Südslowa­kei, jedoch gelangte auch auf diese Weise am rechten Ufer die Donaukniegegend unter die Kontrolle der Volksgruppen des Alföld. Das Zeitalter des Zusammen­stosses der östlichen und westlichen Kulturen, sodann ihr Nebeneinanderleben wurde von der keltischen Eroberung der Donau entlang vorläufig abgeschlossen. Doch nach drei Jahrhunderten, - jetzt schon unter anderen historischen Umstän­den - wird die Donau von neuem zu einem Grenzfluß. 3 0 Szabó, M., FA 24(1973) 43.

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