Folia archeologica 28.

Tibor Kemenczei: Hallstatt kori leletek a Dunakanyar térségéből

84 T. KEMENCZEI förmige Urne (Abb. 3:4) zu betrachten. Die Schale mit Doppelbuckeln verzier­tem Henkel ist auch zwischen den Funden des westlichen Karpatenbeckens des Haiistatter Kulturkreises vorzufinden, 3 2 jedoch gehört die große Mehrheit ihrer Fundorte in die Gebiete östlich der Donau (Abb. 4:4). 3 3 Der Ursprung dieser Schalenform reicht bis auf den ähnlichen Keramiktyp der örtlichen spätbronze­zeitlichen Töpferkunst zurück. 3 4 Auch die jüngere Variante des Keramiktyps frü­herer Zeiten stellt das bauchige, mit tiefen, senkrechten Kannelierungen gegliederte Gefäß (Abb. 4:8) dar. Aus den in Füzesabony freigelegten präskythischen Be­stattungen ist uns ein Grundtyp bekannt, dessen jüngere Varianten aus mehreren skythenzeitlichen Fundorten des Alföld zum Vorschein gekommen sind. 3 5 Außer den westlichen, hallstattzeitlichen und östlichen, im Alföld bekannten Keramiktypen treffen wir unter den Funden von Pomáz auch solche an, die von beiden keramischen Richtungen erzeugt worden sind. Diese sind mit Buckeln verzierte Töpfe (Abb. 2:5, Abb. 4:1, 3), Schüsseln mit eingezogenem Rand (Abb. 4:7), Krüge mit kannelierter Schulter (Abb. 4:6). Die Funde von Pomáz können jedoch ihrem Material und ihrer Ausführung nach vielmehr zu den Kera­miktypen des Alföld eingereiht werden. Den keramischen Funden ähnlich ist die Mehrheit der in den Gräbern von Pomáz gefundenen übrigen Gegenstände ebenfalls von östlichem Ursprung. Der ein Spiralmotiv darstellende Tonstempel (Abb. 3:10) ist ein charakteristisches Element der Kultur von skythischer Prägung des Alföld. Von Transdanubien sind uns nur einige Exemplare von Batta, Keszthely, Velemszentvid bekannt, jedoch können auch diese von Osten stammen. 3 6 Die kleine bronzene Bogenfibel (Abb. 3:6) ist wahrscheinlich südlichen Ursprunges. Im Denkmalmaterial der früheisenzeitlichen Bevölkerung des Alföld kommen nur selten solche Fibeln vor, 3 7 während bei dem Volk der Kalenderber­ger Kultur andere Fibeln getragen werden. Der Typ der Fibel von Pomáz kann nicht genau bestimmt werden, da sein Nadelhälter gebrochen ist, jedoch gehört sie aller Wahrscheinlichkeit nach zu der Bogenfibelform mit viereckigem Nadel­hälter. Solche Fibeln wurden hauptsächlich im 6.-5. Jahrhundert v. u. Z. in der nördlichen Balkanhalbinsel gebraucht. 3 8 3 2 Paulik , ]., Bedeutung des Volkes der nördlichen Urnenfelderkultur für die Entwicklung innerhalb des Karpatenbogens. SZ AÚSAV 13(1964) Abb. 3, 6.; Pittioni, R., а. а. O. 607 Abb 420. 3 3 Párducz, M., Acta Arch.Hung. 18(1966) Taf. XXXIII. 8., Taf. XXXV. 18.; Tápiószele: Ders., Acta Arch.Hung. 6(1955) Taf. VIII. 3. - Szentes­Vekerzug: Csalldny, G. -Párduc^, AI. Arch.Ért. 1944-45. Taf. XXXVII. 13 - Szentes-Jaksor.; Kemencééi, Г., HOLMÉ 9(1970) Taf! XXX. 3. - Szendrő. 3 4 Vulpe, A., Necropola hallstattiana de la Ferigile. (Bucureçti 1967) 46. 3 5 Gallus, S.-Horváth, Т., а. а. О. Taf. IV. 7. 3 0 Pdrdmz, M., Acta Ant. 13(1965) 281-283. 3 7 Ders., Acta Arch.Hung. 4(1954) Taf. XVII. 3., Taf. XXIX. 17.; Ders., Acta Arch.Hung. 6(1955) Taf. XIV. 3 - Szentes-Vekerzug.; Ders., Acta Arch.Hung. 18(1966) Taf. LXII. 3 ­Tápiószele.; Ders., Arch. Ért. 1943. Taf. XIII. 2. - Békéscsaba. 3 8 Vulpe, A., a. a. O. 197.

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