Folia archeologica 28.
Endre Tóth: Korabizánci lámpafüggesztő Brigetioból
FOLIA ARCIIAEOLOGICA XXVIII. 1977 BUDAPEST FRÜHBYZANTINISCHES LAMPENHÄNGEG LIED AUS BRIGETIO Endre TÓTH Im Jahre 1933 gelangte das kreuzförmige Lampenhängeglied in den Besitz des Ungarischen Nationalmuseums. Die Abbildung wurde von L. Nagv bereits vorgeführt, 1 jedoch kam es bisher noch nicht zur eingehenden Publikation des Fundstückes. Den vom Gesichtspunkt der völkerwanderungszeitlichen Geschichte Transdanubiens wichtigen Gegenstand wünschen wir im weiteren ausführlicher zu behandeln. 2 Im Jahre 1933 hat das Ungarische Nationalmuseum den größten Teil des Altertumssammlung des Holzhändlers Armin Milch in Komárom durch Kauf erworben. Der Besitzer hat die Gegenstände ausschließlich in Brigetio (Szőny) und in der unmittelbaren Umgebung der Gemeinde gesammelt/ 1 Das unter Nr. 4.1933.27 inventarisierte Stück der Sammlung stellt ein aus Messing gegossenes kreuzförmiges Lampenhängeglied in guter Ausführung dar (Abb. 1 ), das nach der Feststellung von L. Nagy das jüngste Stück der pannonischen Gegenstände ähnlicher Gebrauchsbestimmung ist. Der angesehene Forscher ließ sich in die Datierungsfrage nicht ein. 4 Die Beschreibung des kreuzförmigen Fundstückes ist die folgende (seine Maße sind in der Abb. 2 angeführt, die Zahlen in Millimetern zu verstehen): Das Stück wurde aus Messing durch Guß erzeugt, die Oberfläche ist von bräunlichgrüner Patina bedeckt. Die Arme des Kreuzes gehen aus einer umrahmten Scheibe hervor. Die senkrechten Arme sind etwas länger als die waagerechten, jedoch nicht vom gleichen maße. Die Arme mit kreisförmigen Querschnitt nehmen ihrem Ende allmählich zu und an jedem abgerundeten Ende befindet sich je ein Aufsatz mit Hängeöse. Am Ende der beiden waagerechten Arme und des einen senkrechten Armes hängen kurze Messingketten an ihren Enden mit Hängehaken. Am Ende der 1 Nagy, L., Pannónia Sacra. SzIE I. (Bp. 1938) 143-144. Abb. 88. 2 Auch an dieser Stelle danke ich A. Kiss dafür, daß er meine Aufmerksamkeit auf das Stück gerichtet hat. 3 Die Aufzeichnungen von I. Paulovics über die Sammlung befinden sich in der Dokumentationsabteilung des Ungarischen Nationalmuseums. In gleichem Sinne äußerte sich auf meine diesbezügliche Anfrage der in diesem Gebiet forschende und die Privatsammlungen von Szöny gut kennende Archäologe L. Barkóczi. 4 Nagy, L., a. a. О. 144.