Folia archeologica 27.
Endre Tóth: Savaria és környéke IV-IX. századi történeti problémáihoz
94 E. TÓTII Abb. 5. Das natürliche Bett des Perint-Baches 5. ábra. A természetes Perint-meder besteht darin, wer diese Abzweigung zustande gebracht und welchen Zwecken sie eigentlich gedient hat ? Die örtliche Tradition hält des Bachbett für einen römischen Kanal. Wie gesehen, ist uns in dem römerzeitlichen Savaria bloß ein Bachname bekannt, der der Sibaris. Selbstverständlich schließt dies noch nicht die Möglichkeit aus, daß es im Altertum in Savaria keinen anderen Bach gegeben hätte. Offenkundig ist es, daß es vor der römischen Eroberung zu keiner derartigen Wasserregulierung kommen konnte. Die mittelalterlichen Erwähnungen der Gyöngyös beziehen sich auch auf das heutige künstliche Bett, 1 4 also das Bachbett konnte auch nicht im Mittelalter entstanden sein. Es bleibt also die Möglichkeit, daß es von den Römern ausgegraben wurde und diese Möglichkeit können wir auch mit topographischen Daten beweisen. Betrachten wir das rekonstruierte Gebiet der römischen Stadt 1 5 (Abb. 1 ), so kann das gegenseitige Verhältnis der Stadt und des Gyöngyös-Baches folgenderweise charakterisiert werden: die parallel zur NS-Hauptasche der römischen Stadt (mit der Bernsteinstraße) verlaufende Gyöngyös bricht etwa 500 m nördlich der nördlichen Stadtmauer ostwärts ab und läuft bis zur NO-Ecke der römischen Stadt in SO-Richtung weiter. Von hier an folgt sie der Ostmauer der Stadt ge1 4 Tóth, E., VSZ 26(1972) 250-, 1 5 Den., Arch.Ért. 98(1971) 153. Abb. 3., 166-167.