Folia archeologica 27.
Tibor Kovács: Későbronzkori aranyleletek a Tisza-vidékről
56 T. KOVÁCS Abb. 1 Tiszafüred-Majoros, Grab 282 1. ábra. Tiszafüred-Majoros, 282. sír 2% der 650 Bestattungen Goldgegenstände. 1 Ein noch schlechterer Prozentsatz zeigt sich im Falle der größten, in den letzteren Jahrzehnten freigelegten, spätbronzezeitlichen Gräberfeldern. Auf dem eben erwähnten Fundort von Tiszafüred haben wir 365 Gräber der Hügelgräberkultur des Karpatenbeckens freigelegt und bloß in 7 Gräbern aus Gold gefertigte Trachtbestandteile gefunden, 2 während aus den 661 Gräbern des spätbronzezeitlichen Gräberfeldes von Tápé nur ein einziger Goldfund zum Vorschein gekommen ist. 3 Aus diesen objektiven Tatsachen folgt, daß die Auswertung der Goldfunde Ungarns (im Karpatenbecken) sich vor allem auf die Hortfunde aufgebaut hat, was auch in den - mehreren diesbezüglichen Studien folgenden - zwei zusammenfassenden Arbeiten von A. Mozsolics gut illustriert wird. 4 Wir sind der Meinung, daß ein auch in Einzelheiten eingehender Fortschritt nur im Falle neuer, authentischer Funde bzw. von dem Vergleich der Typen aus Bronze und Gold erwartet werden kann. 5 Das Gesagte begründet, daß wir jenes Grab, welches das interessanteste Stück unter den Goldschmuckgegenständen - die bei den Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände der Gräberfelder der Tellsiedlung, namens Tiszafüred-Asotthalom ans Tageslicht gekommen sind —, einen aus kahnförmigen Teilen bestehenden Haarring enthalten hat (Tiszafüred-Majoroshalom), hier eigens erörtern. Und dies um so mehr, da ein ähnlicher, mit Goldplatten bedeckter bronzener 1 Der zusammenfassende Bericht über die Freilegung der bronzezeitlichen Gräberfelder von Tiszafüred: Kovács, Г., Arch. Ért. 100(1973) 260-261. 2 Ders., Tumulus culture cemeteries of Tiszafüred. RF 11:17 (Bp. 1975) 47. 3 Trogmayer, O., Das bronzezeitliche Gräberfeld bei Tápé. Fontes AH. (Bp. 1975) 152. 4 Mozsolics, A., Goldfunde des Depotfundhorizontes von Hajdúsámson. BRGK 46-47 (1965-66) 1-76.; Dies., Bronze- und Goldfunde des Karpatenbeckens. (Bp. 1973) 90-101. 5 Bisher fehlte in unserer bronzezeitlichen Forschung eine Arbeit von solchem Charakter. Sie könnte insbesondere bezüglich der Schmucktracht und innerhalb dieser des Goldschmuckes betreffs der Form- und Musterentwicklung in Raum und Zeit wichtige Angaben liefern.