Folia archeologica 27.

József Korek: Die Ausgrabungstätigkeit des Ungarischen Nationalmuseums im Jahre 1974 - I. József Korek - István Ecsedy: Vorbericht über die Ausgrabungen am Fundort Szigetcsép-Tangazdaság

SZIGETCSÉP-TANGAZDASÁG 191 wurde. In den südlichen Teil der Grube hat man das Horn eines großen Auerochsen gelegt. In der Grube befanden sich in verhältnismäßig geringer Menge auch Scherben der Badener Kultur. Die häufigeren charakteristischen Funde der Siedlung von Baden-Kosztolác sind die mit in Feldern geordneten, cingestichelten, oft mit Inkrustationen bedeckten, punktverzierten Schüsseln, die Schöpfgefäße mit hohen Henkeln, ferner allgemeine Badencr Typen, unter ihnen einhenklige Näpfe mit kanneliertem Körper, Fragmente von zweiteiligen Schüsseln, Bruchstücke von waagerecht durchbohrten, am Rand verdickten oder mit sich zuspitzenden Warzen verzierten, ringförmigen Händgeösen und breiten Bandhenkeln (Abb. 3: 4, 6, 7-9.) Die charakteristischsten Typen des frühbronzezeitlichen Fundmaterials sind zonenver­zierte Glockenbecherfragmente (Abb. 3: 3, 5), Bruchstücke von Schüsseln mit breitem, ver­ziertem Rand (Abb. 3: 1-2) und größere, grob ausgearbeitete, mit glatten oder gegliederten Rippen verzierte Scherben. Aus der einen frühbronzezeitlichen Abfallgrube ist auch ein kleiner Stichel mit Doppelspitze zum Vorschein gekommen. Mit der Analysierung der Keramik und des Tierknochenmaterials wurde noch nicht begonnen im vorliegenden Vorbericht wurden nur die wichtigsten Charakterzüge des aus mehr als hundert, zum Teil sichergestellten Objekten stammenden Fundmaterials bekanntgegeben.

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