Folia archeologica 26.

Die Ausgrabungen des ungarischen Nationalmuseums im Jahre - András Pálóczi-Horváth: Bericht über die Ausgrabung des mittelalterlichen Dorfes Szentkirály

186 A. PÁLÓCZI-HORVÁTF Abb. 2. An der Eingangsseite, parallel mit der Fundamentierung der Hausmauer von ihr in 1,10 m-Entfernung haben wir einen seichten Graben erschlossen. Dieser konnte vielleicht die Fundamentierung eines dielenartigen Baues gewesen sein. Die gestampfte Lehmschicht des Fußbodens läßt sich bis zu dieser Fundament­linie verfolgen. Das Gebäude wird von einer großen Menge spätmittelalterlichen Scherben­materials datiert, über dem Fußboden haben wir den Denar des Königs Matthias (CHN II. 217) gefunden. 8 Demnach hat das Haus schon um die Mitte des 15. Jahrhunderts gestanden, sein Zugrundegehen können wir — wie die keramischen Fragmente zeigen -— auf das Ende des 16. und den Beginn des 17. Jahrhunderts setzen. In senkrechter Richtung auf das beschriebene, über einen äußeren Backofen verfügende Wohnhaus sind auch Spuren eines früheren Gebäudes mit Pfahl­konstruktion zum Vorschein gekommen. Der Abstand zwischen den beiden Pfallochreihen, also die Breite des Gebäudes betrug 5,20 m Die südöstliche Pfei­lerreihe ist in einer Länge von 13,50 m geklärt. Nach dem Verfall des Gebäudes wurden die Y-Pfosten entweder gänzlich herausgehoben oder bloß ihre Stümpfe zurückgelassen. Unsere II. Arbeitstelle liegt zur Kirche näher. 1973 wurde die Erschließung einer Fläche von 300 m 2 durchgeführt. Von den Dutzenden Abfallgruben fällt der großen Grube D einebesondere Bedeutung zu, da sie aus dem 16. Jahrhundert über einen früher zugeschütteten 8 Ich danke auch hier I. Gedai für diese Bestimmung.

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