Folia archeologica 25.
Pavel J. Michna: Archäologische Nachweise der mährisch-ungarischen Beziehungen im 15. Jahrhundert
MÄHRISCH-UNGARISCHE BEZIEHUNGEN 189 aus einem kreisförmigen Ast auslaufen und gegen die vier Ecken gerichtet sind. Die Glasur ist grün. Die Ausmaße betragen 22x22 cm. 12 Typ 17. Dreieckige Giebelkachel ohne Rumpf. Die Verzierung sieht denen der Typen 13 und 16 ähnlich. Der umrahmende Aststab ist nur am unteren Teil belegt. Die Modellform entstand wahrscheinlich durch eine Abänderung der quadratischen Kachel des Typs 16. Die Breite beträgt 29,5 cm, die Tiefe 7 cm 1 3 (Abb. 5). Typ 18. Quadratische Tafelkachel mit mehrfachem Rahmen mit Aststab. Einem kreisförmig gewundenen Ast entsprießen vier gotisch schematisierte Blätter. Im mittleren Medaillon ist anstatt der Rose das Bild eines Pelikans, der im Nest seine Jungen füttert. Die Breite beträgt 25 cm. 1 4 Auch bei diesen Erzeugnissen weisen einige Reliefdetails auf eine gemeinsame Werkstätte oder sogar auf einen gemeinsamen Schnitzer hin (Umrahmung durch Aststab und Blattranke, Rosetten der Typen 13, 16, 17). Das außergewöhnliche künstlerische und technische Niveau vieler dieser Typen führte in Ungarn und im Ausland zu ihrer Nachahmung. An Fundplätzen 1 2 Ebd. 179., Abb. 153—154. 1 3 Ebd. 178., Abb. 152. 1 1 Ebd. 180., Abb. 155.