Folia archeologica 25.

Pavel J. Michna: Archäologische Nachweise der mährisch-ungarischen Beziehungen im 15. Jahrhundert

MÄHRISCH-UNGARISCHE BEZIEHUNGEN 187 Abb. 7. Typ 1. Tafelkachel mit quadratischer Stirnfläche. Das Mittelfeld füllt ein Relief aus, das den mit offenem Schnabel nach links schreitenden Vogel Greif darstellt. Das Bild wird von einem Aststab mit Blattranke zwischen plastischen Stabgliedern umrahmt. Die Höhe mißt 23 cm 7 (Abb. 1). Typ 3b. Längliche, durchbrochene Ofenkachel. Eckvariante. Die rechte Seite bildet Typ 3. An den Seiten befinden sich Auskehlungen mit steilen Wimpergen, Konsolen und Wappen. Über dem Hohlraum wölbt sich ein mit Krabben, Blattranken und Kreuz­blume verzierter Eselsrücken. An der linken Seite ist die Kachel schmäler, halbzy­linderförmig mit durchbrochenem Maßwerk, unter dem sich eine Konsole mit Ad­lerwappen befindet. Die Breite der Schmalseite beträgt die Hälfte der Breite von der rechten Seite. Breite 21,5 cm, Höhe 27 cm 8 (Abb. 2). Diese Gruppe der Ritterofenkacheln wird nach Holl durch folgende Elemente charakterisiert: Ausmaße, übereinstimmende Modellierung der Blätterranken in den umrahmenden Teilen, ähnliche Modellierung einigen Partien des figuralen Dekors (Figuren und Maßwerk). 7 Ebd. 291., Abb. 74. 8 Ebd. 292., Abb. 78.

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