Folia archeologica 21.

Sándor Soproni: Römische Meilensteine aus Százhalombatta

RÖMISCHE MEILENSTEINE 11 i i. Der palimpsest-Meilenstein der Kaiser Maximinus und Florianus. Der Stein kam in zwei Stücke zerbrochen zum Vorschein (Abb. 2/11-12., Abb. 4). Es wurde aus Kalkstein gefertigt, seine Höhe beträgt 230 cm, sein Durchmesser 46 cm. 4 Die Inschrift des zylinderförmigen Meilensteines ist gut lesbar, auf den Buchstaben der Inschrift können die Spuren einer roten Bemalung beobachtet werden. Der Meilenstein wurde zweimal verwendet: zuerst zur Zeit des Maximinus und seines Sohnes Maximus, sodann zur Regierungszeit des Kaisers Florianus. Die beiden Inschriften überdecken sich zum Teil (Abb. 5). Bei der Inschrift des Maximinus wurde die erste und die beiden letzten Zeilen mit größeren, die übrigen mit kleineren Buchstaben geschrieben. Die Inschrift des Florianus wurde mit gleichgroßen Buchstaben gefertigt. a. Die Lesung der Inschrift des Maximinus (Abb. 6): Imp(eratori) Caes(ari) C(aio) Iul(io) Vero Maximino pio fel(ici) invicto Aug(usto) ponti(fici) max(imo) tribunic(ia) p(otestate) III imp(eratori) V co(n)s(uli) proco(n)s(uli) p(atri) p(atriae) et C(aio) Iul(io) Vero ^ — ч Maximo nobilissimo Caes(ari) principi iuventutis Aug(usti) n(ostri) filio Germanicis Dacicis Sarmaticis maximis Ab Aq(uinco) m(ilia) p(assuum) XXII. b. Die Lesung der Inschrift des Florianus (Abb. 1): Imp(eratori) Caes(ari) M(arco) Annio Floriano p(io) f(elici) invicto Aug(usto) pont(ifici) max(imo) trib(unicia) pot(estate) patri patriae proco(n)s(uli) Ab Aq(uinco) m(ilia) p(assuum) XXII. In der Formulierung der Maximinus-Inschrift zeigt sich von den übrigen Meilensteinen des Kaisers, die uns von dem Limesstraßenabschnitt zwischen Aquincum-Mursa bekannt sind, keine besondere Abweichung. Die Errichtungs­4 Inv.-Nr. : 67.42.1.

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