Folia archeologica 20.

Edith B. Thomas: Römischer Legionarsdolch von Dunaföldvár

32 E. В. THOMAS 7. Auch in der norditalischen Ortschaft Concordia kam ein Dolch samt Scheide an die Erdoberfläche. (Abb. 10), dessen Form und Musterung mit dem Dolch von Dunaföldvár übereinstimmt. Neben der Tauschierung kommt auch ein rotes Email in den Verzierungen vor. Die Maße sind nicht angegeben. 1 3 Unter Nr. I -7 beschrieben wir Stücke, deren Musterung mit der des in Duna­földvár gefundenen Dolches und seiner Scheide übereinstimmt. Nun folgen die­jenigen, welche wahrscheinlich in derselben Werkstätte aus ähnlichen, jedoch mit einigen neueren Mustern zusammengestellten geometrischen Zierelementen her­gestellt worden sind. B. 8. Aus Rösebeck (Westfalen) teilt L. Lindenschmidt 1 4 eine Dolchscheide (Abb. 9/1), die von stark polychromer Verzierung ist, mit. Außer der Metalltauschie­rung, - die er für Bronzefäden angibt - kommt in den Mustern auch rotes und grünes Email vor. In den Rosetten und Palmetten wechseln auf den Blät­tern einander drei Farben. Als ein neues Verzierungselement erscheinen hier das Peltenmotiv in grüner Farbe und die XXX-Reihen. Die Länge der Dolch­scheide beträgt 25,5 cm. 1 5 9. Bei Sisek kam aus dem Bett der Kulpa noch ein Dolch (Vgl. Beschreibung 1) samt der Scheide zum Vorschein (Abb. 5.) Seine Muster bestehen außer der Tauschierung auch aus roten Emaileinlagen. Auf den üblichen eingefaßten Rosetten und außer den in Spitz auslaufenden Palmettenverzierungen wurde hier im Mittelfeld ein längliches Feld ausgebildet. 1 6 10. Bei Mainz kam ein Dolchscheidenexemplar aus dem Rhein ursprünglich in die Sammlung Brooschen. Auf der Scheidenverzierung herrschen die Rosetten (Abb. 6/2) und die aus Doppelblattmotiven ausgebildeten Reihen vor. Außer der Metall tauschierung sind die Spuren einer roten Emaileinlage zu sehen. Die Scheide ist ziemlich fragmentiert erhalten geblieben. 1 7 11. Der bei der Abtei im Ladiner Tal gefundene Dolch und seine Scheide (Abb. 7/2) sind für uns besonders wertvoll, weil wir an ihm die Ausbildung des obe­ren Knopfes des Griffteils sehen können, der an keinem anderen Exemplar erhalten geblieben ist. Demnach befinden sich auf dem Griff knopf warzenar­tig hervortretende Nietköpfe. Die Scheide ist von Kreuzrosetten und Doppel­blattmotiven verziert. Neben der Tauschierung kommt auch eine rote Email­einlage in den Mustern vor. Die Gesamtlänge des Dolches beträgt 33,9 cm. Die Scheidenlänge 26 cm. 1 8 12. Aus Auerberg (Landkr. Schongau) kam ein Dolch samt seiner Scheide in die Münchner Staatssammlung, der zu den von uns behandelten Typ gehört. Seine Verzierungen sind die gewöhnlichen Kranzrosetten und Palmetten. 1 3 Brusin, G. - Zovatto P. L., Monumenti romani с cristiani di Iulia Concordia. (Pordenone i960) 79., Abb., in. Die von den Autoren angegebene Datierung auf das 5-6. Jahrhundert kann nicht in Betracht gezogen werden. 1 4 Lindenschmidt, L., a. a. O. Bd. IV. Taf. 52/2. 1 5 Veröffentlicht nocht bei K. Exner, a. a. o. 23., 18. 1 6 Hoffilier, V., а. а. O. n 7f., Abb. 48.1. 1 7 Neeb, E., а. а. O. 171. und 177. 1 8 Merck/in, K., Antiken im Hamburgischen Museum für Kunst und Gewerbe. A. 1928. 461., Abb. 172. Nr. 146.

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