Folia archeologica 19.
Gedai István: Adalék a XI–XII. századi bizánci pénzek forgalmához
150 I. GEDAI weiterlief — vier Funde zeugen davon —, bei Szeged befand sich der Flußübergang, wonach sie durch das Land zwischen Donau und Theiß nach Ofen führte. Fünf Funde sind bis jetzt bekannt, die sich auf die Strecke von Szeged bis Buda beziehen und zu ihnen gesellt sich nun der letztgenannte Fund. Was den Handel betrifft sind Kupfermünzenfunde wichtiger als Gold, da Letzteres manchmal thesauriert wurde, demnach nicht als Geld umlief. Vielleicht können wir es dem Einfluß der byzantinischen Kupfermünzen zuschreiben, daß der ungarische König Béla III. (und nicht Béla IV. und dessen Sohn, Stephan V., wie Longuet schrieb; vergl. Anm. 20—21) Kupfermünzen prägen ließ. All dies bezeugt den Umlauf byzantinischer Kupfermünzen, die Tatsache aber, daß die Prägung von ungarischen Kupfermünzen nach einigen Jahren aufhörte, deutet daraufhin, daß diese Münzen sich doch nicht recht eingebürgert haben und mit einer gewissen Zurückhaltung empfangen worden sind. Der Münzfund von Kunbaracs stellt demnach trotz seiner zahlenmäßigen Geringfügigkeit eine wissenschaftlich bedeutende Angabe vor und trägt wesentlich dazu bei, die Schattenumrisse des Münzenumlaufs schärfer zu gestalten.