Folia archeologica 17.
László Vértes: Zur Technologie grobgerätiger Silexfunde in Nordungarn
Appendix ANTHRAKOTOMISCHE UNTERSUCHUNG DER 1961 GEBORGENEN STEINZEITLICHEN HOLZKOHLEN VOM AVAS-BERG Bei der Ausgrabung von L. Vértes und J. Korek, die sie im Herbst 1961 im „Száraz szőllő" gennanten Teil des Avas-Berges bei Miskolc ausgeführt hatten, kamen auch Holzkohlen zutage. Von L. Vértes erhielt ich teils freigelegt, teils in Originalstellung eingebettet, sieben Materialgruppen zur anthrakotomischen Untersuchung. Ich bezeichnete sie mit AV6I/I, 2,...7. AV6I/I, AV6I/2, Av6i/3 und Av6i 4 stammen aus Grube D der Freilegung, aus ca. 100—110 cm Tiefe, AV6I/5 und Av6i 7 stammen aus Grube В aus 80—100 cm Tiefe, während Av6i/6 aus Grube В und D vermischt zutage kam. Sowohl die präparierten als auch die in Lehm eingebetteten Holzkohlen sind sehr schlechter Erhaltung, meist recht klein (1—2 mm), meist plattig sich spaltend, zusammengepreßt, verzerrt und vermodert ; man kann die Gewebestruktur oft nur mit großer Schwierigkeit erkennen. Die anthrakotomische Untersuchung wurde mit der kombinierten Stereo-Opak-Methode ausgeführt. Auf diese Weise könnten insgesamt 92 Holzkohlenstückchen meist in drei Sichten untersucht. Die Ergebnisse sind: Av6i/l AV6i/2 Av6i/3 Av6I/4 Av6i/5 Av6i/6 Av6i/7 Insg. Quercus sp. 10 I 3 16 — 7 — 37 Larix-Picea — — — — 10 7 37 54 cf. Pinus I I Insgesamt 10 I 3 16 10 14 38 92 Dazu soll noch bemerkt werden, daß die meisten zur 0!<£?'CMs-Kategorie gehörenden Stücke lediglich den um das Mark herum befindlichen Jahresring enthielt. Gruppiert man das Material den Bezeichnungen von Vértes gemäß, erhält man folgendes: В В— D D Insg. Quercus sp. — 7 30 37 Larix-Picea 47 7 — 54 cf. Pinus I — — I Insgesamt 48 14 30 92 Daraus wird sofort klar, daß aus Grube В wahrscheinlich ausschließlich Quercus sp., aus Grube D ausschließlich Larix-Picea bzw. cf. Pinus zutage kamen.