Folia archeologica 12.

Zs. Csalog: Fragment eines Bronzezeitlichen Korbes aus Tószeg

FRAGMENT EINES В R О N Z E Z E I T L I С H E N KORBES AUS TÓSZEG Im Verlauf der vom Ungarischen Nationalmuseum in 1948 unternom­menen Grabungen am Laposhalom bei Tószeg (Komitat Szolnok), kamen die verkohlten Reste eines Weidenkorbes zum Vorschein. Die verhältnismässig grössere Partie des Fundes, welche die Ausgräber mit Hilfe einer Schutzhülle aus Paraffin retten konnten, kam unbeschädigt in das Nationalmuseum. Die Publikation der Ausgrabungen erwähnt zwar auch diesen Fund, 1 bringt aber keine detaillierte Beschreibung desselben. Bis zur Erscheinung des Berichts war man noch gar nicht an die Restaurierung des Stückes gegan­gen. Im Oktober 1959 unternahm ich die Restaurierung des Fundes mit Hilfe der von Győző Baki gegebenen Anleitungen. Das in Rede stehende Stück ist der Hauptsache nach ein flaches Ruten­geflecht. Seine Länge beträgt 16,7 cm und die grösste Ausdehnung in verti­kaler Richtung 5,3 cm. Die ungeschälten Weidenrutenstücke (Salix — die Bestimmung der Species war nicht möglich 2), die infolge der Verkohlung braun oder schwarz geworden sind, waren an beiden Seiten des Geflechts in einer mehr oder weniger zusammenhängenden dünnen Schicht, von einer Art von Verputz, einer vom Boden der Fundschicht abstechenden, helleren und här­teren, stellenweise rötlichgebrannten Erde bedeckt. An der einen Seite des Geflechts löste ich die Paraffinhülle, die darunter anhaftende fremde Erde und den Verputz ab (Abb. 4a-b), ebenso löste ich die Paraffinhülle von einer Partie senkrecht zur Fläche des Geflechts, wodurch der waagrechte Quer­schnitt desselben unmittelbar sichtbar wurde. (Abb. 5a-b) Die Ruten des Geflechts waren zu Stücken zerbröckelt und die zusammen­hörigen Stücke an vielen Stellen von ihren ursprünglichen Plätzen weggerückt. Diese Verschiebungen waren vermutlich während oder nach der Verbrennung des Geflechts eingetreten, trotz des von der Verputzschichte gewährten Schutzes. Nach sorgfältiger Abmessung der Durchschnitte der Rutenstücke konnten jedoch die Zusammenhänge geklärt werden. Das Gestell — die „Kettenfäden" — setzt sich aus je zwei Ruten — oder „Staken" — zusammen (auf den Zeichnungen: Ia-Ib; Ila-IIb; vom dritten Paar ist nur mehr eine Stake erhalten — lila.). Um dieses vertikale Gestell laufen, winden sich die Querruten, die „Schussfäden" zu zweit mit „Zwirn­bindung" (in beiden Ansicht ist das übrigens ziemlich unvollständig erhal­tene Rutenpaar Al —A2 erkenntlich bei der Stake Ia-Ib: die Rute AI unten 1 Csalog J., Acta Arch. Hung. 2(1952) S. 27. 2 Die antrakotomische Untersuchung wurde von József Stiber durchgeführt. Für seine Arbeit sage ich ihm hiermit besten Dank.

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