Folia archeologica 11.
Fitz Jenő: A langobárd — obius betörés i. sz. 166/167-ben
Der Einbruch der Langobarden und Obier in 166j167 u. 7.. 73 men mit der ala I. Ulpia contariorum < x > c. R. in Arrabona stationniert hat, und daß sie nach ihrer Rückkehr von dieser Mission ihr Lager in Azaum bezogen hat 3 7. Die von ihr in Azaum hinterlassenen Denkmäler gehören aber ausnahmslos dem III. Jahrhundert an 3 8. Wir haben folglich in der Tat gar keinen Grund zu der ohnehin etwas gezwungenen Annahme, daß M. Macrinius Vindex zwei entfernt voneinander stationnierende Reiterabteilungen befehligt hätte: beide alae befanden sich im Jahr 166/167 in Arrabona. Über den Befehlshaber der vom Süden angreifenden Fußtruppen wissen wir außerdem angeführten Mitteilung des DioCassius nichts weiteres. Candidus dürfte zweifellos der Präfekt einer der Kohorten gewesen sein, die diesen Feldzug mitgemacht haben. Aus der zweiten Hälfte und dem Ausgang des II. Jahrhunderts sind uns zwei Personen dieses Namens bekannt, die beide eine glänzende Laufbahn hinter sich gelegt hatten, dagegen fehlen uns jegliche Angaben, die eine Gleichsetzung unseres Feldherrn mit einem von ihnen mit Bestimmtheit gestatten würden. An Tib. Claudius Candidus, den trefflichen Feldherrn des Septimius Severus dürften wir freilich, seiner Alters wegen, kaum denken 5 5' 5®. Angemessener scheint es den Befehlshaber der Fußtruppen eher in L. Vespronius Candidus zu vermuten, der in 176 consul suffectus war 5 9 und den Didius Iulianus in 193 zu dem gegen Italien marschierenden Heer des Septimius Severus geschickt hat, vielleicht als den ehemaligen Befehlshaber der im ruhmreichen Feldzug sich ausgezeichneten pannonischen Truppen. Diesen Formationen war er aber seit seiner dakischen Statthalterschaft dermaßen verhaßt 6 0, daß die ihn beinahe getötet hatten 6 1. Die Umstände, unter denen der langobardisch-obische Krieg sich abgespielt hat — nur Hilfstruppen haben an ihm teilgenommen — lassen noch eine Feststellung zu. Da die legioll adiutrixin den Kämpfen nicht teilgenommen hat, können wir mit Bestimmtheit vermüten, daß sie im Winter 166/167 — zum Zeitpunkt des Einbruchs — noch nicht aus dem Feldzug gegen die Parther in ihre Garnison zurückgekehrt war 6 4. Das Diplom von 5. Mai 167 und die im Kreis von Vetus Sahna und Sirmium im Sommer des Jahres 167 begonnenen Straßenbauten sind nicht nur beredte Zeugen dafür, daß Friede und Ordnung wieder hergestellt waren, sie stehen zweifellos auch mit der Rückkehr der legio II adiutrix im Zusammenhang. Den Zeitpunkt der Rückkehr dürfen wir demnach zwischen die vom langobardisch-obischen Angriff einerseits, und vom 5. Mai andererseits gebildeten zeitlichen Grenzen setzen.