Folia archeologica 11.

Roska Márton: A bányabükki rézlelet

Zu den anthropomorphen Darstellungen der Biikker-Knltiir 23 führt dazu viele Analogien an). Auch aus dem Gumelnita-Kreis kennen wir viele solche auch aus Rumänien und Bulgarien. Bei diesen Figuren tritt an­stelle des Schämeis eher ein vierbeiniger Stuhl, 4 3 doch kennen wir auch ein rundes, massives Postament. 4 4 Doch bietet sich auch die von J. Csalog in Szentes-Tüzköves ausgegrabene Figur 4 5, die auf einem Schämel sitzt, als Vergleichsstück, und die ebenfalls gegen die Ergänzung der Venus von Kökény­domb mit Kopf spricht. Das Exemplar von Szentes-Tüzköves und die ange­führten Analogien zeigen, das die Statuen ganz andere Auffassung verraten als die anthropomorphen Gefässe und ihr Charakter verschieden ist; auch ihre Formen sind daher ganz andere. Die Analogien — wobei wir bei Weitem nicht alle berührt haben — zei­gen dass die Statuetten und die anthropomorphen Gefässe grundlegend verschieden sind, und dass die von J. Csalog erwähnten, weit verbreiteten Kopf-Analogien zu einer Ergänzung der Venus von Kökénydomb mit einem Kopf nicht berechtigen. Ich bin der Meinung, dass die von J. Banner vorgeschlagene Rekon­struktionsweise 4 6 der Wahrheit viel näher steht, als den anthropomorphen Gefässen fremde Ergänzung mit einem Kopf. Eine spitze Gestaltung des Randes ist im Neolithikum nicht Ungewöhnliches — in erster Linie bei der Herpály-Gruppe •— doch kann diese Randbildung mit den anthropomor­phen Gefässen nicht in Verbindung gebracht werden. Der Rand der bisher bekannten anthropomorphen Gefässe ist wirklich gerade, die Spitze kann uns daher befremdend anmuten. Aus Miskolc-Hejőcsaba kennen wir ein kleineres Fragment eines Gefäs­ses 4 7 von einem Fundort mit Scherben, die Zierelemente sowohl der Bükker­Kultur als auch solche der Linearkeramik vermischt enthalten; die Rand­ausbildung von diesem Stück kann eine Analogie zur spitzrändigen Rekon­struktion von J. Banner bei der Venus von Kökénydomb liefern. Hier ist der Rand — oder-halb drei eingeritzter waagerechter Linien — etwas bogen­förmig zugespitzt und senkrecht durchbohrt. In dreieckigen Feld, das unter die Spitze eingeritzt is, befindet sich ein zweiteiliger Buckel. Es ist wahr­scheinlich das Fragment eines kleinen anthropomorphen Gefässes. Das Fragment von Hejőcsaba hilft uns, die Rekonstruktion der Venus von Kökénydomb zu unterstützen. Die von J. Banner vorgeschlagene Re­konstruktion der Form sehen wir als die Richtige an, damit ist aber die Frage der Gesichtsdarstellung noch nicht gelöst. Wir müssen sie irgendwo in der zylindrischen Form des Gefässes suchen, wie das bei den Gesichtsdar­stellungen in der Theiss-Kultur häufig vorkommt. Die Gesichtsdarstellungen 4 3 Dumitrescu, V., Fouilles de GumelniÇa. Dacia 2 (1925) S. 87. Abb. 65a. 4 4 Tatar Pazardzik (Bulgarien). Pittioni, R., Die urgeschichtlichen Grundlagen der euro­päischen Kultur. (Wien 1949) S. 80. Abb. 33:1. 4 6 Csalog ]., Arch. Ért. 84 (1957) S. 207. Abb. 1. 4 6 Banner J., DéSz 2 (1942) S. 3. ff. 4 7 Korek J. — PatayP., a. a. O. S. 4. Die letzte Darstellung am Bild ist leider verkehrt.

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