Folia archeologica 11.
Roska Márton: A bányabükki rézlelet
20 Material aus der Aggteleker Baradlahöhle. 2 4 Punktierte Linien und Stichbänder kommen also sowohl unter den Stilelementen der Bükker-Kultur, als auch der Linearkeramik vor; in den Fundstätten auf der Grossen Ungarischen Tiefebene, die Linearkeramik liefern, erscheinen sie allerdings öfter und sind bei den Randverzierungen ganz allgemein. 2 5 Innerhalb der Linearkeramik kann dieses Motiv an die Szilmeg-Gruppe gebunden werden, und die Berührung dieser Gruppe mit der Bükker-Kultur bzw. mit der Theiss-Kultur erklärt lediglich das Erscheinen dieser Gefässformen südlichen Ursprüngen bzw. der dekorativen Elemente. Die kleinen Phallusdarstellungen auf sternförmigen Tonperlen, die im Material vorhanden sind, bekräftigen diese Auffassung. Die plastischen Menschendarstellungen, die uns aus dem Kreis der Bükker-Kultur bisher bekannt sind, gehören drei Formentypen an: 1.) Statuen, 2.) anthropomorphe Gefässe, 3.) plastische Kopfdarstellungen auf Gefässen. Statuen (ihre Anzahl ist bisher sehr gering) wurden in verschiedenen Varianten hergestellt, undzwar als ganze oder als Halbfiguren, mit vollständiger oder teilweiser Darstellung des menschlichen Körpers. Die einfachste Form represäntiert das Exemplar aus Sátoraljaújhely, 2 6 das eine vereinfachte Form der aus der Körös-Kultur bekannten zylindrischen Idole zu sein scheint, ohne ausgeprägte Fettpolster und Steissgegend. In der Form lehnt es noch an seine Vorläufer an der Theiss-Kultur an und ist mit dem ganz primitiv ausgeführten Exemplar aus Lebő 2 7 verwandt. Zum Typ der Halbfiguren mit nach rückwärts fliehendem Kopf in Dreieckform gehört das Exemplar aus Zám (Theiss-Kultur). Dieselbe Kopfform erscheint, auch, in Begleitung vermischten Materials aus der Theiss-Kultur 2 8 und der Linearkeramik, in der Siedlung von Hódmezővásárhely-Szakáihát. 2 9 Auf den Typ von Zám folgen die Formen der Idole von Polgár-Tikos und von Borsod, und das Idol von Miskolc-Fűtőház ist eine Variante dieses Typus, die eine ganze menschliche Figur darstellt. Wahrscheinlich hatte es keinen Kopf. Innerhalb des Bereiches der Bükker-Kultur ist uns bisher nur das in Kenézlő gefundene Exemplar bekannt. Hinsichtlich der anthropomorphen Gefässe müssen wir einige Fragen beleuchten. An Hand der Borsoder Idols und seiner Parallelen untersuchte J. Csalog die sog. Venus I. und die Venus II. von Kökénydomb und versuchte, sie mit Köpfen zu ergänzen. Seine Rekonstruktion können wir aber m. E. kaum annehmen. J. Csalog ist der Meinung, dass eine Ergänzung mit einem „zugespitzen Vorderteil" fehlerhaft ist. Er unternahm Messungen an der Bruchfläche und versuchte mit Berufung auf die nicht ebenmässige Dicke der Gefässwand die eigene Rekonstruktion zu unterstützen und das Fragment mit einem Kopf zu ergänzen. Die Messungen unterstützen jedoch diese Theorie nicht. J. Csalog beachtete nicht, dass die Wände der neolithischen Gefässe unebenmässig 2 4 Korek J. — Patay Р., а. а. О. Taf. XXIX. 1—2. 2 5 Mepyaszó. Korek J.—Patay Р., a. a. O. Taf. 1. 10. 2 6 Visegrádi ]., Arch. Ért. 32 (1912) S. 247. Taf. II. 11. 2 7 Korek J., Arch. Ért. 85 (1958) Taf. XLI. 2. 2 8 Kökénydomb. Banner J.—Korek /., Arch. Ért. 76 (1949) Taf. XV. 2. 2 9 Banner J.—Bálint A., Dolg. 11 (1935) S. 83. Abb. 4.