Folia archeologica 11.

Roska Márton: A bányabükki rézlelet

18 J. Korek Sarovcc miteinander kombinieren so haben wir die wahrscheinliche Ergän­zungsmöglichkeit des Miskolc-Fűtőházer Idols. Die Bruchflächen weisen darauf hin, dass die Schultern schief fallend waren. Der Kopf war bei den neolithischen Idolen verschiedenen Typus nicht nach einem einheitlichen Schema geformt. Das von Сока (Csóka) 2 1 hatte sicher keinen Kopf. Bei diesen Figuren sind die sekundären sexuellen Charakterzüge ausgeprägt. Hinsichtlich des Zusammenhanges der hier beschriebenen vier plastischen Menschendarstellungen finden wir neben der Form und den Zierelementen auch im Material, das mit ihnen zusammen gefunden wurde, eine Erklärung. Eine Untersuchung des Materials von Miskolc-Fűtőház ist schon umso eher von Bedeutung, da es auf eine Siedlung der Träger der Linearkeramik — mit starkem Bükker-Einschlag — hinweist. Es kommt in der Bükker Siedlungen oft vor, dass auch einige Exemplare der Linearkeramik erscheinen, im Falle dieses Fundortes hat jedoch die Linearkeramik die Dominanz, und die Frag­mente der Bükker-Kultur sind hier in Minorität. Innerhalb der Keramik aus der Siedlung erscheinen die typischen Formen und dekorativen Elemente der Linearkeramik. (Abb. 6.) Wir sehen hier Fuss­schalen mit geschlossenen, bogenförmigen Linien, halbkugelförmige Schalen mit Hals, mit Randverzierungen und mit ein- bzw. doppelreihig eingeritzten winkligen Linien. Das Material ist von demselben Charakter, wie das aus anderen Fundorten in der Umgebung von Miskolc. Es genügt, wenn wir uns diesbezüglich auf die Funde von Szerencs bzw. Vadna berufen. 2 2 Aber es gibt unter den Fragmenten einige, die der Form nach geeignet zu sein scheinen, nähere Beziehungen zu bestimmen. So in erster Linie ein Bruchstück eines trinkglasförmigen Gefässes. (Abb. 6, 1.) Unter dem etwas eingekerbten Rand verläuft rundherum eine vertiefte wellige Randverzierung mit kurzen Strichen aus Nadelstichen. Stichbänder begleiten diese Motive aussen und füllen die inneren Felder der geschlossenen Verzierungen aus. Das Fragment ist rötlichgrau, gut ausgeführt. Der untere Teil der Form fehlt, aber an einer Stelle sind in der Nähe des Bodens die Wände etwas dicker; auch ein kleiner Reifen könnte sich hier anschliessen. Diese Biegung lässt jedoch auch zu, dass wir an eine Ergänzung mit geraden Boden, also in Blu­mentopfform oder eine ähnliche Form denken. Diese Form gehört weder in das Kulturgut der Bükker-, noch der Linearkeramik: sie ist einer der charak­teristischesten Typen der Theisskultur 2 3. Auch das Stichband weist auf Ver­bindungen mit der Theiss-Kultur hin. Aus dem Stil II. der Bükker-Kultur ist uns der Stichband bekannt und wird von Tompa auf einen nordischen Einfluss zurückgeführt. Auch die Verzierung des besprochenen Gefässes aus Miskolc-Fűtőház scheint dieser Art zu sein. Solche Stichbänder erscheinen auch in der Bükker-Kultur, an den Randverzierungen, undzwar sowohl in senkrechter, wie auch in waagerechter Anordnung. Genaue Analogien der punktierten Linien zwischen den bogenförmigen Bändern finden wir im 2 1 Bella L., Arch. Ért. 37 (1917) S. 242; Banner J.—Foltiny /., a. a. О. Taf. XXXIII. 2, 10, И, 12, 14—16. 2 2 Korek J., A miskolci Herman Ottó Múzeum Évkönyve. (Jahrb. d. Herman Ottó Mu­seums Miskolc.) 1957. S. 14—24, Taf. II. 1—2. 2 3 Kökénydomb. Banner J.—Korek ]., Arch. Ért. 76 (1949) Taf. IV. 1, 3.

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