Folia archeologica 10.
L. Huszár: Der Fricsacher-Pfennigfund von Nagykóny
154 und Grenzprägungen der Friesacher Pfennige befassenden Forschung ein Material der mitgeteilten beträchtlichen Menge liefert. Besonders hervorzuheben ist der Umstand, dass auch ein Friesacher in ungarischer Nachprägung mit diesem Fund zum Vorschein gekommen ist (L. 329); somit wird es vielleicht dank der stets zunehmenden Zahl Solcher Exemplare mit der Zeit möglich, eines der dunkelsten Kapitel unserer Münzgeschichte schärfer zu beleuchten. Auch die Zeit, in der der Fund verborgen wurde, kann durch einen Vergleich der chronologischen Angaben annähernd festgesetzt werden. Da die genauer datierbaren Kölner Pfennige aus den Jahren zwischen 1216—1225 stammen, und die von Luschin und Baumgartner datierten Typen der Friesacher im allgemeinen in die Zeit vor 1230 gesetzt werden können, dürfte die Zeit der Fundverbergung mit grosser Wahrscheinlichkeit im Jahr 1230 bzw. in einem der unmittelbar darauffolgenden Jahre angenommen werden. la jos huszár