Folia archeologica 10.
A. Cs. Sós. Das frühawarenzeitliche Gräberfeld von Oroszlány
118 A. Cs. Sós Kettenbruchstück 1 7 kann man auf Grund der bisherigen Beispiele annehmen, dass es ursprünglich auch einen trapezförmigen Anhänger trug. Die verschiedenen Varianten der trapezförmigen Anhänger kommen nicht nur zusammen mit dem obigen Fibeltypus auf südrussischen Gebiet vor, sondern sie sind auch aus einem Schatzfund bekannt, der eine zu der Frauenkleidung gehörende gegossene sogenannte Bügelfibel enthielt. In dem Schatz von Sudza befinden sich drei, paarweise mit einem Drahtring verknüpfte, mit getriebenen Perlen am Rand und grösseren Punkten verzierte Anhängerpaare. 1 8 Die Gürtelverzierungen des Martinovka Typs führen zu dem Fund von Chacki, zu welchen mehrere getriebene trapezförmige Blechanhänger mit Perlenreihe am Rand, gehören, ferner zu dem Fund von Novaja Odessa, von dem einige nicht verzierte trapezförmige Anhänger bekannt sind. 19 Gerade in Verbindung mit den Funden des Martinovka Typus verdienen besondere Aufmerksamkeit die trapezförmigen kleinen Bronzebleche, deren aus getriebenen Punkten bestehende Verzierung mit den Motiven an den Riemenzungen des Fundes von Martinovka übereinstimmen (aus dem Gorodisce von Moscin und einem Kurgan von Smel' 6—7. Jh.). 2 0 Die Beziehungen zu den Funden des Martinovka-Kreises werden noch enger, wenn wir die doppelspiralförmigen Drahtzierstücke aus Grab 23 des städtischen Gräberfeldes von Pécs 2 1 untersuchen denen man vier in Brust- und Halsgegend gefunden hat. Die Funde gehören zweifelsohne zu aus Silber, welcher auch in dem Schatz von Sudáa in mehreren Exemplaren vertreten ist, den wir in Verbindung mit den trapezförmigen Anhängern erwähnten 2 2. In dem Schatzfund von Koloskov mit gegossener Bügelfibel und Beschlägen von Martinovka Typus sind auch solche teils in brüchigem Zustand erhalten geblieben, ebenso in den bereits erwähnten Funden von Novaja Odessa. 2 3 In Zusammenhang mit dem Fundkomplex von Novaja Odessa muss auch ein bisher nicht publizierter Fund in Ungarn erwähnt werden, welcher mit dem vorigen in engster Verbindung steht. Der Fund kam 1952 aus SióagárdMucfapuszta (Kom. Tolna) in das Museum von Szekszárd (unveröffentlicht, Inv. No. 52.337. 1—13), 2 4 die näheren Fundumstände sind unbekannt, wahrscheinlich stammt er aus einem Grab. Ausser den Armbändern mit verstärkten Enden und eingravierter Verzierung in X-förmigen und geraden Linien ist darin auch ein runder, in der Mitte gewölbter Blechanhänger, dessen Rand mit doppelter, getriebener Perlenreihe verziert ist. Der Anhänger, 1 7 Березовец Д. Т., Хар1вський скарб. Археолопя K hïb 6 (1952) S. 109 ff., 'Г. I. -— In Schatzfund befinden sich unter anderen neben Fibeln des Pasterskoe Types auch sternförmige Anhänger mit Granulation. Der Fund gehört nach Berezoves in das 7—8. Jahrhundert. 1 8 Рыбаков Б. А. Древние русы. CA 18(1953) S. 64., Abb. 11. 6—7. Jahrhundert. 1 9 Рыбаков Б. А. Древние русы. S. 55., Abb. 7а, S. 67., Abb. 13. 2 0 Рыбаков Б. А. Знаки собственности в княжеском хозяйстве Киевской Руси X—XII в. в. CA 6(1940) S. 234., Abb. 15—16.; Древние русы. S. 97., Abb. 25, 14. 2 1 Marosi A., MKÉ 3(1909) S. 105., Abb. 3. 2 2 Рыбаков Б. А., Древние русы. S. 64.; Новый Суджанский клад антского времени. КС. 17(1949) S. 75. 2 3 Рыбаков Б. А., Древние русы. S. 65., Abb. 12., S. 69., Abb. 13. 2 4 Auf den Fund hat mich A. Salamon aufmerksam gemacht.