Folia archeologica 6. (1949)
KOREK JÓZSEF: A ZENTA-BÁTKAI RÉZKORI TEMETŐ ÉS AENEOLITIKUS TELEP
FOLTINY: DIE LA SITZ ER KULTUR IN DER UMGEBUNG VON SZEGFÄ5 a <Taf. XVII, 3—4) erinnert. Hier vermengen sich also Lausitzer und Versecer Elemente. Die Schüsseln von Bogárzó und Kiskundorozsma (Taf. XVII, 13; Taf. XVIII, 1—3, 5 = aus nicht näher bekannten Gräbern von Bogárzó, nur die Lichtbilder bleiben erhalten; Taf. XIX, 3 = Kiskundorozsma, Grab 4; Taf. XIX, 8 = Kiskundorozsma, Grab 14; Taf. XXVI, 4 = Kiskundorozsma, Öreghegy) sind ebenfalls Denkmäler der Lausitzer Kultur. Die Schüssel des Grabes 4 von Kiskundorozsma (Taf. XIX, 3) und ihre Analogien (Taf. XVII, 13; Taf. XVIII, 1; Taf. XXVI, 4) verweist die als Begieitfund gefundene grosse Urne und die schon genannten Entsprechungen von Gemeinlebarn in diese Kultur. Die Gefässe des Grabes 14 von Kiskundorozsma (Taf. XIX, 8) und von Bogárzó (Taf. XVIII, 2—3, 5) entsperchen mehreren anderen von Koroncó, 6 2 die charakteristische. Lausitzische Typen darstellen. Eine Schüssel von Bogárzó < Taf.-XVIII, Z) erinnert einigermassen an Formen der Ilügelgräberkultur in Böhmen. ез Es ist wahrscheinlich, dass es sich hier um eine Form handelt, die sowohl der Hügelgräberkultur als auch der Lausitzer Kultur eigen ist. Auch die Tatsache scheint dafür zu sprechen, dass in dem Gräberfeld von Szomolány, das überwiegend Typen der Hügelgräberkultur lieferte, mehrere Schüsseln zum Vorschein kamen, 64 die mit denen aus der Umgebung von Szeged verglichen werden können und sogar das Bruchstück einer Schüssel aus Getzersdorf in Österreichs 5 als Vergleichsstück herangezogen werden kann. Das Bruchstück des Gefässes (Taf. XIX. 7) des Grabes 14 von Kiskundorozsma möchten wir auf Grund der damit gefundenen Schüssel ebenfalls in die Lausitzer Kultur einreihen. Die kulturelle Zugehörigkeit zweier Gefässbruchstücke von Bogárzó (Taf. XVm, 4, 14) und einiger von Kiskundorozsma-Öreghegy (Taf. XXVI, 1, 3, 5— 6, 8) kann nicht mit Sicher«* heit bestimmt werden. Man kann aber annehmen, dass auch diese aus der dritten oder vierten Bronzezeitperiode stammen, weil wir nur aus dieser Zeit stammendes Material von diesen 6 2 S. Mithay, а. а. O. Taf. XVI, 4 5. 6 3 J. Schránil, а. а. О. Taf. XXIV, 21, 25. в 4 Arch. Ért. 1898. S. 115, 2; S. 116, V. 6 5 К. Willvonseder, Die mittlere Bronzezeit — -S -317-^319. Tai'. 4, 4. Fundstellen kennen. Unter den Bruchstücken befindet sich ein Exemplar mit stark ausladendem Rand, das als charakteristisch für diö Lausitzer Kultur gilt. Aber auch das Bronzematerial stammt, wie wir noch sehen werdet, aus dieser Zeit. Die kulturelle Gliederung der Bronzen bereitet grössere Schwierigkeiten, weil sie länger in Gebrauch waren, aber auch über grösseren Gebiete einheitlich sind als die Keramik. Bei der Behandlung der Funde der Hügelgräberkultur haben wir schon die Stachelscheiben von Bogárzó erwähnt (Taf. XXI, 1—10£ und auch ausländische Analogien aufgezählt (Pitten, Winklarn). In Ungarn kennen wir solche von Rácegres 6 6 und einer unbekannten Fundstelle. 6 7 Nach Wosinsky dienten sie als Kie:derjehmuck 6 8, während sie Willvonseder mit Spiralröhrchen zusammen aufgeschnürt rekonstruiert. 6 9 In dem Bronzedepot von Minice in Böhmen 7 0 waren solche Scheiben tatsächlich auf ein Bronzedraht zusammen mi-t Spiralröhrchen gereiht. Die Ringe mit Spiralenden (Taf. ХХП1, 7—8, 12—16 - Bogárzó; Taf. XXIII, 3—6. 9—10 = Kiskundorozsma-Öreghegy; Taf. XXV* 8 = Kiskundorozsma-Öreghegy, Bruchstück) sind von vielen Fundorten bekannt. Die Vorkommnisse von Pitten und Winklarn 7 1 haben wir schon erwähnt; aufzuzählen wären noch die Funde von Grosshöflein, Gmunden und Maiersdorf; sie sind charakteristische Typen der Hügelgräberkultur. 7 2 Nennenenswert sie die blinde von Feisődobsza 7 3 (Kom. Abaúj) und die des Friedhofes von Szomolány, 7 4 wo vielfach Einflüsse der Hügelgräberkultur nachweisbar sind. Die Spiralröhrchen aus Bronze (Taf. XXIV, 3—4 - Kiskundorozsma, Grab 17 ; Tai-, XVII, 11—17 = Bogárzó) sind schon aus der es Wosinsky, a. a. O. S. 51, 1—6. «7 j. Hampel, a. a. O. Bd. I. Taf. LV, 3. es Aroh. Ért. 1891. S. 52. б» Willvonseder, Die mittlere Bronzezeit. S. l'46. Autor beschäftigt sich eingehend mit dem Ursprung und der Verbreitung dieses Typus (S. 143—147). то j. Schránil, a. a. О. S. 128. Taf. XXV, 33. Siehe Anmerkungen 24 und 25. 72 к. Willvonseder, Die mittlere Bronzezeit, S. 133—134. 73 j Hampel, a. a. O. XLIX, 1. 74 Ebendort. CCXLH, 3-^5. ,