Folia archeologica 5.

Székely Zoltán: A tekerőpataki népvándorláskori lelet

100 SZÉKELY: DER FUND VON TEKERÖPATAK (KOM. CSÍK) DER FUND VON TEKERÖPATAK (KOM. CSIK) Im Jahre 1939 fand ein Fuhrmann in der Gemarkung des Dorfes Tekerőpatak, Komitat Csík, Silbergegenstände und Münzen. Ein Teil des Fundes kam ins Székler Nationalmuseum zu Sepsiszentgyörgy. Nach Angabe des Man­nes, fand er die Gegenstände, ohne jede wei­tere Beigabe, ohne Gefäss, auch keine Kno­chen waren vorhanden. Der Fund bestand aus folgenden Stücken : eine Silberfibel, zwei Arm­reifen aus Silber, zwei Silberschnallen, eine Rie­menzunge aus Silber, zwei Silberringe, drei halbmondförmige Anhängsel aus Gold, 40 Silberdenare aus der Zeit des Hadrianus, An­toninus Pius, Lucius Verus, 10 Silberde­nare des Commodus, 10 irgendeines Con­stans und drei Goldmünzen (aureus) aus der Zeit des Gratianus. Das Székler Nationalmu­seum kaufte die Fibel, die zwei Armbänder, die zwei Schnallen, die Riemenzunge, die zwei Ringe, 6 Silberdenare und eine Goldmünze des Gratianus. — Die drei Gratianus aurei glei­chen sich vollkommen in der Aufschrift und in den Abbildungen der Avers- und Revers-Seiten. Beschreibung der Gegenstände : Länge der Silberfibel (Taf. I — If, 1) ist 8'2, Breite beim Kopfteil 4T, Höhe ohne Knopf 2, der Knopf 0'4 cm. Die Breite des Bügels ist 1'6, die Länge des Fusses 4'2, die Länge der Federspirale 4'4 cm. das Gewicht der Fi­bel 24 Gramm. Am Scheitelpunkt der Kopfplatte befindet sich ein Knopf. Die Oberfläche der Fibel ist glatt und ohne Schmuck, bloss am Anschluss des Bügels an dem Kopfteil läuft eine kleine Perlenschnur herum. Die innere Seite des Bügels ist konkav. Die Fibel ist gegossen. Die Federungskonstruktion besteht aus einem Draht aus Eisen, der in einer etwas stärkeren Nadel endet, von den Enden der Achsen fehlen wahrscheinlich die vier Knöpfe. Die Armbänder (Taf. 1—II, 5—6) sind aus glattem rundem Silberdraht verfertigt, an den Enden sind sie ver­dickt. Eines der Armbänder wurde an drei Stellen mit dünneren Drahtstücken umwickelt. Die Form der Arm­bänder ist dreieckig, die Masse von Taf. I, 5 sind (aussen gemessen): 6x51 cm. Die Dicke des Drahtes ist 3 mm, an den Enden 4'5 mm, Gewicht 17 gr. Die Masse des zweiten Armbandes sind (aussen gemessen): 6T X 5'3 cm, der Draht ist 3 mm dick, an den Enden 5 mm. Gewicht 14 g. Die Schnallen (Taf. I—II. 2—3) sind aus Silber, a) Der Ring der Schnalle ist kreisförmig, der Durchschnitt ist rund und der Dorn ist über den Ring gebogen, sein Durch­schnitt ist dreieckig, gegen das untere Ende verdickt. Die Befestigungsplatte der Schnalle ist mit einem Scharnier an den Ring befestigt. Masse: Ganze Länge 4T cm, Platte 1'6 X 1 "35 cm, von etwas trapezoïder Form, Dm. des Rin­ges 2 cm, Dicke 5 mm, Länge des Domes in der Sehne 2'6 cm, Gewicht 21 gr. — b) Der Ring der Schnalle ist ein wenig oval, mit rundem Durchschnitt, der Dorn etwas dicker, auf den Ring aufgebogen. Durchschnitt dreieckig, hohl, nicht massiv wie an der anderen Schnalle, am un­teren Ende verdickt. Die Befestigungsplatte der Schnalle ist ein wenig oval und schliesst mit einem Scharnier an den Ring an. Gewicht 28 gr. Masse : Ganze Länge 4"1 cm. Dm. der Platte 1*95 x 1'3 cm. Länge des Domes 2'6 cm, das Ende ist umgebogen. Dicke des Ringes 8 mm. — c) Die Riemenzunge (Taf. I—II, 4) hat einen kreisförmigen Ring von 1'7 cm Dm., der Durchschnitt ist rund, die Form der Anschlussplatte ist ein längliches Trapez, 2'3 cm hoch, unten 1'4 cm, oben 10 cm breit. Gewicht 12'5 gr. Die Platten beider Schnallen sind hohl, kapsei­förmig. Im Funde kamen noch drei halbmondförmige Gold­platten vor (Abb. 1. 1—3). Masse: a) Breite 4'4 cm, Höhe 2'3 cm. b) Breite 3'6 cm, Höhe 1'5 cm. c) Breite 2'5 cm Höhe 1'5 cm. Die Fibel hat grosse Ähnlichkeit mit je­nen Fibeln, die in Perjárrios (Kom. Torontál) und Újlak (Kom. Szerém) gefunden und von Ferenc Pulszky, 1 dann von Hampel 2 veröffent­licht wurden. Genauere Übereinstimmungen mit den Fi­beln und den Schnallen finden wir an den Sil­ber- und Bronzefibeln der Grabung István Ko­vács's in Marosszentanna. s Die zwei Silber­fibeln aus dem Grab 40 (Abb. 52) stimmen in der Form mit der Tekeröpataker Fibel überein. Die Bronzefibel aus Grab 46 (Abb. 62) ist ge­gossen, so wie die Tekeröpataker Fibel, hat aber nur eine Achse für die Spirale. An der Fibel 1 Arch. Ért. 1886. S. 29. 3 Alterthümer des frühen Mittelalters in Ungarn. Bd. III. Abb. 6-8. 3 Dolgozatok, 1912. Bd. III.

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