Folia archeologica 5.
Párducz Mihály: Deszk-újmajori szarmatakori temető
PÁRDUCZ : GRÄBERFELD AUS DER SARMATENZEIT IN DESZK-ÚJMAJOR 93 fen an den Enden (Taf. Vll. 1). An die Schleifen war mit Hilfe der Ringe (Taf. VI. 19-24) die Perlenreihe befestigt (Taf. VI. 14). Diesen Halsring-Typ kennen wir aus Grab Nr. 10 von Szentes-Zalota, 7 aus Szentes-Sárgapart, 8 Grab Nr. 112 von Kiszombor B und einem Fund aus Lovrin. Einen ähnlichen Zweck hatte vielleicht die Silberplatte auf Taf. 111. 6. Die Bruchstücke des Halsringes auf Taf. X. 28—40 können wir nur mit Hilfe des Fundes von Felsőjózsa rekonstruieren. 9 Die Armbänder mit verbreiterten Enden kommen des öfteren in Funden des III —IV. Jh. s vor (Taf. Vll. 2- 17, 27, 23—26, IX. 2. 3). Die Schnallenform auf Taf. Vll. 30, 30a ist nicht ungewöhnlich in den Funden dieser Zeit. Aus dem Grab Nr. 209 Kiszombor-B. kennen wir eine ähnliche Schnalle. 1 0 Heile Messer kamen nur in zwei Fällen zutage (Taf. VI. 31, Vll. 22). Über dem Messer aus Grab Nr. 16 (Taf. VI. 31), fand man den Eisenring Taf. VI. 17. Das Vorhandensein und die Lage des Ringes zum Messer zeigt, dass der Ring hier zur Teilung der Riemen diente, wie es Gyula László letzthin rekonstruierte. 1 1 Vgn den Fibeln des Friedhofes verdient das Stück Taf. X. 4 unsere Aufmerksamkeit. Ein gleiches Stück kam aus dem Grab Nr. 10, Szentes-Zalota heraus, 1 2 wir kennen aber noch ein zweites aus dem schon erwähnten Lovriner Fund und eine andere mit reicherer Ausstattung aus Grab 40 vom Gräberfeld Klárafalva B. 1 3 Die anderen Fibeln des Gräbelfeldes gehören zum Typ mit umgeschlagenem Fuss. Eine Gruppe bilden eingliedrige Bronzefibeln mit umgeschlagenem Fuss und mit oberer Sehne Taf. II. 1, la, 8, 8a. Die andere Gruppe ist zweiteilig, mit mehreren Spiralen und oberer Sehne. Zu diesem Typ gehören, aus Bronze : Taf. III. 3, 3a, VII. 29, 29a, aus Eisen : Taf. VI. 6, 6a. Wahrscheinlich gehören auch Taf. I. 4. 11 hieher. Von den 18 Gräbern des Gräbelfeldes hatten 12 Gefäss-Beigaben. Die dickwandigen, groben Töpfe wie auf Taf. XI. 5, 8, 11, kommen in 7 A. É. 1906. S. 52.. Grab. 10. Abb. 1. 8 Funde bei denen kein Hinweis vorkommt, sind unveröffentlicht. 9 Debreceni Jelentés, XXII. 1927. S. 15., Abb. 1. Dolgozatok, 1931. XVII. Abb. 4. 1 0 Dolgozatok, 1931. XVIII. Abb. 9. 1 1 A. É. III. Folge. B. I. S. 96. Abb. 2: 3.. 4. 1 2 A. É. 1906. S. 52. Grab 10, Abb. 7. 1 3 Dolgozatok, 1931, XVI. Abb. 8a, b. den Gräbern der Zeit sehr oft vor. Alleinstehend ist nur das Töpfchen Taf. XI. 12 mit seinem gerieften Rand. Seltener kommen die Henkeltöpfe Taf. XI. 16 vor. Als charakteristisch müssen wir die kleinen, aus gut geschlämmtem grauem Ton verfertigten Gefässe von Taf. XI. 3, 4, 6, 7 halten. Diese kamen wahrscheinlich aus den römischen Provinzen zu uns. Solche Gefässe kennen wir aus Szekszárd, Keszthely (Inv. Nr. 3846, 3913, 3916), Győr-Kálvária. Auch der kleine graue Becher Taf. XI. 9 muss provinzialer Herkunft sein. Vom ungarischen Tiefland kennen wir mehrere Exemplare, hier wollen wir nur die Ziegelfabrik von KecskemétMáriaváros erwähnen (Taf. XII. 8). Ganz bestimmt provinzialer Herkunft ist das kleine tonnenförmige Gefäss Taf. XI. 15. Ein kleineres Beispiel stammt aus Doboz-Ovár Taf. XU. 9. Ein grösseres aus Hódmezővásárhely Taf. XU. 7a. Das eine Ende ist glatt, das andere gegliedert Taf. XII. 7b. Aus Tiszasas stammt das Gefäss Taf. XII. 6. 1 4 Ein ähnliches Gefäss kam in Pannonién aus den Ruinen eines römischen Gebäudes hervor. 1 5 Aber auch die Fässchen auf Taf. XU. 1—5 stammen aus Pannonién. Aus Siebenbürgen kennt man ein gleiches Gefäss von Portus. 1 6 Die Gefässe der anderen Gruppe können sich aus lokalen La Tène-EIementen entwickelt haben. Hieher gehört Taf. XI. 10 ; zu bemerken ist, dass wir den Typ auch aus dem Gräbelfeld von Marosszentanna kennen. 1 ' Sehr verbreitet ist die Gefässform Taf. XI. 14. Ganz gleiche Stücke kennen wir aus Csengele, TószegLaposhalom, Csongrád-Tömörkény. Die Schüssel Taf. XI. 13 gehört in den Kreis der Schüsseln mit scharfem Umbruch. Zwei einheimische Beispiele sind Taf. XU. 11, 12. Taf. XU 13 aus Hódmezővásárhely, Taf. Xll. 10 aus Kecskemét. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Gefässtyp Taf. XI. 17, dessen genaue Analogie uns aus Derekegyháza-Disznójárás bekannt ist. Auch in Marosszentanna trifft man Gefässe ähnlichen Typs. 1 8 Zur Bestimmung der Kronologie unseres Gräberfeldes sind die Gräberfelder von Kiszombor-B, Klárafalva-B und Szentes-Zalota geeignet. Aber auch das Gräberfeld Ernőháza-Kollinger 1 4 A. É. 1909. S. 155. Anm. 3. 1 5 A. É. 1916. S. 119. Abb. 1.2. 1 6 Dolgozatok, 1937. S. 162. 1 7 Dolgozatok, 1912. S. 296. Abb. 60 : 3, S. 306. 77 : 5. 1 8 Dolgozatok, 1912. S. 283.41: 6., 7., S. 325.106 : 4.