Folia archeologica 3-4.

Csallány Gábor: Újabb honfoglaláskori leletek szentes környékéről

190 CSALLÁNY G.: NEUERE FUNDE DER LANDNAHMEZEIT AUS SZENTES oldalrészei is inkább szélesek, mint gömbölyűek. Két nyílhegy (5. kép 5—6) egyik lapos, széles, a másik háromélű, szára hiányzik. Egy nagyobb vaskarika (5. kép 7). Talán a kard felakasztására szolgált. 2. sír. 110 cm mélyen, lábbal keletfelé fekvő, 153 cm hosszú csontváz. A sírban mindössze egy íjmarkolati csontlemez volt (5. kép 4). Alakja a szokásos, két végén hiányos, de az irdalás egyrésze rajta van. A lemez hossza 13 cm. Az emberek állítása szerint nem voltak a sírban tárgyak. Szentes Ezt ugyan kétségbe vonom, de változtatni rajta nem tudok. Bár a fentebb I— III. alatt ismertetett lelet­anyag többízben töredékes és az adatok sem tel­jesek, a tárgyi anyag gazdagsága és sokrétűsége mégis újabb támpontokat adhat a honfoglaló ma­gyarság megtelepülésének és műveltségének tör­ténelméhez. Csallány Gábor NEUERE FUNDE DER UNGARISCHEN LANDNAHMEZEIT AUS DER UMGEBUNG VON SZENTES Im folgenden will ich durch die Veröffent­lichung einiger wichtiger Gräberfunde an der Forschungsarbeit um die Kultur des Ungarntums der Landnahmezeit teilnehmen. I. Gräberfunde von Szentes-Derékegyházoldal In etwa 8 km Entfernung südöstlich von Szentes, in der «Derékegyházer Seite» liegt das Gehöft Nr 129 des Benjamin Berényi. Die Ge­gend gehörte vormals zum Überschwemmungs­gebiet des Korógy Flusses, an einer erhöhten Stelle fand der Grundeigentümer bei Erd­arbeiten zwei Gräber. Nach seiner Angabe wur­den dort auch vorher schon Skelette gefunden. Ausser den zwei erwähnten fand ich dann noch zwei weitere Gräber (Abb. 1.). Grab. 1. Zwei Ohrgehänge aus Silberdraht (Taf. Is I 1 — 2), am Anhänger zwei Silberkugeln, der An­hänge-Draht ist mit flachem Draht umwickelt. Ähnliche Gehänge kommen in Gräbern der Landnahmezeit häufig vor. Grab 64 Pilin-Sirmánhegy 1 aber hier fehlt der Anhänger, Székesfehérvár-Demkóhegy, 2 aber mit anderen Gehänge, Budapest-Lipótmező, 3 letztere aber mit anderer Einhängevorrichtung. Mit kleinen Abwei­chungen kamen noch solche Obergehänge vor in dem von mir ausgegrabenen Fund von Gádoros, 4 in zwei Gräbern, sowie in den Funden von Hajdúböszörmény 5 1 Hampel József, Ujabb tanulmányok a honfogla­láskor emlékeiről, Taf. 70, 5 und J. Hampel, Alter­thiimer des frühen Mittelalters in Ungarn, В. III, Taf. 525, 5. 2 Hampel а. а. О., B. III, Taf. 394, 13. 3 Hampel а. а. О., В. II, Taf. 848, 9. 4 Fettich Nándor, Die Metallkunst der landnehmen­den Ungarn. Arch. Hung. XXI. Taf. XCIII. 31 und Csallány Gábor, Avarkori és IX—XIII. századi magyar leletek a Szentesi Múzeumban. Dolgozatok, Szeged 1933 —34. Taf. LIIX. 12, 18. 5 Hampel а. а. О., В. I, 374, Bild 1002. und Hampel J., Ujabb tanulmányok, Taf. 15, 10. und Csorna. 6 (Letztere sind verkehrt abgebildet.) — Halsschmuck (Taf. I, I 3), aus glattem Silberdraht, in Stücke zerbrochen. Das Ende mit der Schliessvorrichtung fehlt. Am bogenförmigen unteren Teil, dessen eines Ende in eine Schleife, das andere in einen Hacken gebildet ist, sind den am Ohrgehänge (Taf. I, I 1—2) sichtbaren gleiche Silberkugeln in gleichem Abstände angebracht. Auch hier sind die Zwischenteile mit flachen Draht umwickelt. Diese Form des Halsschmuckes kenne ich in Funden der Landnahmezeit nicht. — Zwei kleine Silberknöpfe (Taf. I, I 4—5) mit erhöhten Rand und Mittelpunkt, die Vertiefung zwischen beiden ist ver­goldet.* Auf der Rückseite sind zur Befestigung an Leder oder Leinen zwei Drahtösen angebracht. Diese Form kommt in reicheren Gräbern der Árpádenzeit oft vor. Die Spuren von Bronzerost am linken Armknochen bezeugen, dass auch dort eine Armspange vorhanden gewesen sein muss. Wahrscheinlich gingen dort auch noch andere Gegenstände verloren. Grab 2. In einer Linie mit dem vorigen Grab in 2-5 m Entfernung von diesem. Das Skelett lag mit dem Schädel gegen W, mit den Füssen gegen O. Nach Angabe der Finder sollen auch Pferdeschädel, Pferde­knochen, Steigbügel und andere unbekannte Gegenstände im Grab gewesen sein. Leider konnte ich von diesen nur folgendes bergen resp. aus der Grube nachträglich herausholen : Ring aus dickem glatten Silberdraht mit offenen Enden. (Taf. I, II 7). Zwei kleine Bronzeplättchen unregelmässiger Form mit zwei Löcher (Taf. I, II 11). Drei kleine Bronzenägel mit halbkugeligen Kopf (Taf. I, II 8—10). Sechs Eisen-Fragmente, scheinbar Reste eines Steigbügels (Taf. I, II 1—6). Grab 3. In 3 m Entfernung vom Grab 2, fast in einer Reihe. Das Skelett war vom Kopf bis zum Becken schon früher einmal aufgewühlt, der eine Oberarm und der Beckenknochen waren nicht am Platze. Es war ein 170 cm langes Männerskelett in 90 cm Tiefe, in der üblichen O—W Lage mit ausgestreckten Gliedern. Der Pferdeschädel lag im Becken, die Pferdefüsse teilweise beim Kopf, teilweise beim linken Knie des Skelettes. Die gefundenen Gegenstände sind folgende: 6 Hampel а. а. О., B. III, Taf. 345, 19—20.

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