Folia archeologica 3-4.
Radnóti Aladár: A zalahosszufalusi ezüstlelet
124 RADNÓTI: DER SILBERFUND VON ZALAHOSSZÜFALU datiert is. 7 8 In dem keltischen Materiale der Nachbargebiete ist es vorhanden 7 9 so z. B. auch in Stradonitz. 8 0 Südlich von Pannonién kennen wir einige Stücke aus dem Gräberfelde von Jezerine (Bosnien), diese Stücke müssen jedenfalls älter sein, als das II. Jahrh. n. Chr. 8 1 Die Funde aus Bosnien machen es wahrscheinlich, dass diese Form der Armringe bei der einheimischen Bevölkerung Pannoniens auch in vorrömischer Zeit bekannt war. Leider erlauben die Stücke aus Südpannonien keine genaue Datierung. Wir glauben, dass diese Form mit der Wanderung der Boier in das Karpatenbecken gerät, im I. Jahrh. v. Chr. 82 Darum ist es im ältern La Tene-Materiale nicht vorzufinden. Der Fund von Cserbel dagegen Budapest 7 8 Cserbele (Dacien): Erdélyi Múzeum 1874, 144; Т. Ortvay, Arch. Ért. Alt. Serie 9, 1875, 215 ff; F. Römer, Arch. Ért. 6, 1886, 386; V. Párvan, а. О. 542 f, Abb. 378. 7 9 R. Pittioni, La Тёпе im Niederösterreich 1930, Taf. 6, 14—15. 8 0 J. L. Pic—J. Déchelette, Le Hradist de Stradonitz en Bohémé 1906, Taf. 27, 2. 8 1 W. Radimsky, а. O. 61 f, Abb. 43—44; 76, Abb. 105; 77, Abb. 111. 8 2 Über die Wanderung der Boier: Ihm, PWRE ist mit seinem keltischen Armring eine Evidenz der boiisch-daker Berührungen. 8 3 Die Form der Feder-Armringe verdankt ihre weite Verbreitung im Pannonién des II. Jahrh.-s, der in den Provinzen weit ausstrahlenden gallisch-keltischen Kunstübung. Diese keltische Kunstübung fasste die Provinzen in eine grosse Einheit zusammen und wenn einige Formen in Vergessenheit geraten, so können neuerdings angeknüpfte Handelsbeziehungen die alten Formen, von einem anderem Zentrum her, wieder beliebt machen. So übt das gallische Handwerk seinen Einfluss auf den keltischen Geschmack Pannoniens im II. Jahrh. n. Chr. aus. 8 4 Aladár Radnőti III 1, 630 ff «Boii»; vgl. R. Paulsen, Die Münzprägung der Boier 1933, 4 ff; K. Pink, Die Münzprägung der Ostkelten und ihrer Nachbarn (Diss. Pann. II 15) 1939, 123. 8 3 A. Alföldi, Cambridge Ancient History 11, 1936, 82; A. Alföldi, Századok, 74, 1940, 134 f. 8 4 J. Zingerle, Jahreshefte d. Őst. Arch. Institutes 21/22, 1922/24, 241 f; L. Nagy, Arch. Ért. 42, 1928, 68 ff;* A. Alföldi, Arch. Ért. 48, 1935, 197 ff; A. Alföldi, Századok 70, 1936, 9 ff; Antiquité Classique 8, 1939, 351 ff.