A Fővárosi Könyvtár évkönyve 1942

Koch Lajos: Brahms-bibliográfia

142 Hanslick, Eduard. Das deutsche Requiem. = Neue Freie Presse (Wien) 1875 & 1879. 30. XI. Wirft einen Rückblick auf dem Misserfolg des Werkes im Jahre 1867. Seit Bachs h-moll Messe und Beethovens Missa solemnis wurde ein Werk vom Maszstabe des »Deutschen Requiem« nicht geschrieben. Hanslick, Eduard. Brahms : Ein deutsches Requiem. 4647 = Deutsche Rundschau (Berlin) 1880. Bd 23. p. 456. Das Werk ist nicht blos die kunst- und geist­reichste, sondern klarste und wärmste Schöp­fung des Tondichters. Helm, Theodor. Wiener Musikbrief : Brahms’ Ein Deutsches Requiem. 75 = Pester Lloyd 1879. 13. XI. Über beide Aufführungen des Werkes am 1. und 2. November 1879 im Wiener Opernhause unter Leitung Br’. Hirsch, Rudolf. Brahms : Drei Sätze aus »Ein deutsches Requiem« für Solo, Chor und Orchester. Aufführung am 1. Dez. 1867 im II. Gesellschaftskonzert in Wien. = Wiener Zeitung 1867. 2. XII. Bericht über den Durchfall des Werkes in Wien. Kalbeck, Max. Ein Deutsches Requiem. = Neues Wiener Tagblatt 1897. 7. IV. Kalbeck, Max. Ein Deutsches Requiem. = Presse (Wien) 1888. 21. XII. Kleinert, P[aul]. Ein deutsches Requiem von Brahms. = Neue evangelische Kirchenzeitung (Berlin) 1869. Nr. 11, 13. Der Artikel ist eines der sachlichsten Besprechun­gen über das Werk. Verfasser rühmt die Art, wie Br. die Schranken der Tradition in der Zusammenstellung der Bibelstellen durchbrochen hat. Er tritt für den neuzeitlichen Geist der Musik ein. Br. hat den alten Meistern das Geheimnis ihrer Kunst abgelauscht und ist dann seinen eigenen Weg gegangen. Krause, Theodor. Brahms : Deutsches Requiem. 4647 = Deutsche Rundschau (Berlin) 1886. Bd 47. p. 465—466. Die wahrhaft klassische Form des Werkes ist der eigentliche Gradmesser seines Adels. Eine Fülle von Gedanken ergiesst sich aus dem Orchester, dem der Chor als gleichberechtigte Macht ergänzt. Kretzschmar, Hermann. Das deutsche Requiem. Leipzig: Breitkopf & Härtel 1898. 18 p. Lichtenberg Emil. Brahms: Requiem. Buda­pest : Méry [1910], 37 p. 71573 Möller, W. Über Ein deutsches Requiem von Brahms.- = Deutsch-evangelische Blätter 1883. p. 108—120 Paumgartner, H. Das Deutsche Requiem = Abendpost (Wien) 1888. 18. XII. Schütz, Max. Ein deutsches Requiem von Brahms. Aufgeführt vom Verein der Musik­freunde am 8. IV. 1-884. 75 = Pester Lloyd 1884. 9. IV. Das Deutsche Requiem bezeichnet den Höhepunkt in dem Schaffen von Br. auf dem Gebiete der Chormusik. Es überragt andere Werke durch die Einheit der Stimmung, die herbe Grösse des musikalischen Ausdruckes, die ideale Ver­einigung des strengen Kirchenstyles mit der reicheren Empfindung und der gesteigerten Erkenntnis der Gegenwart. Ambros, A. W. Das Triumphlied, op. 55. von Brahms. = Wiener Zeitung 1872. Nr. 284. Diese Komposition von Br. ist überwältigend grossartig. Mehr dem Pindarschwung Händels als der Dialektik Bachs verwandt. Brahms über sein Chorwerk »Gesang der Parzen«. = Zeitschrift für Musik (Leipzig) 1921. p. 279t Deiters, Hermann. Brahms’ Cantate Rinaldo, op. 50. = Allgemeine musikalische Zeitung (Leipzig) 1869. Wenn Br. mit dem Rinaldo vor dem Deutschen Requiem aufgetreten wäre, wäre der äussere Erfolg günstiger gewesen. Br. konnte aber mit dem Rinaldo nicht herauskommen, da er mit dem Schlusschor nicht zufrieden war und denselben erst im Sommer 1868 in endgültiger Fassung vollendete. Gehring, Franz. Triumphlied, op. 55 von Brahms. ~ Deutsche Zeitung (Wien) 1872. Nr. 159. Verfasser meint, dass seit Händel und Bach der­artig Gedrungenes und Überzeugendes, Gesundes und Kräftiges in der Musik nicht erfunden worden ist. — Der Artikel wurde in der »Allge­meinen musikalischen Zeitung« 1872. Nr. 26. nachgedruckt. Gumprecht, Otto. Brahms : Triumphlied. 4647 = Deutsche Rundschau (Berlin) 1875. Bd 3. p. 143—145. Brahms benützte zu diesem Werk das 19. Kapitel der Apokalypse. Die Musik erscheint von einem spezifisch modernen Element beherrscht und erfüllt. Sie weist durchweg den charaktervollen Stempel eines kräitigen, alles äusserlichen, ober­flächlichen, leidenschaftlich verneinenden Willens auf. Sie hat-etwas Sprödes, Herbes, fast Pole­misches. Harmonie und Modulation sind wie von einer gewaltigen Gährung ergriffen, die Stimmen bis an die äussersten Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit geführt. Auf Schritt und Tritt begegnet man prägnanten, mit feinstem Spürsinn den Worten abgewonnenen Aus­druckswendungen. Anteilvoll vertieft sich der musikalisch gebildete Hörer in den Reichtum der einander drängenden bedeutsamen Tonge­stalten. Hanslick, Eduard. Schillers Nänie, für Chor und Orchester von Brahms. = Neue Freie Presse (Wien) 1882. 6. I. Brahms’ Nänie ist eine musikalische Totenfeier für Anselm Feuerbach. Es durchzieht ein reiner und edler Geist das ganze Werk. Br. verzichtet hier auf eine gefällige Melodie und hält seinen Trauerchor in einem abgeschlossenen Satze von wehmütiger Feierlichkeit zusammen. Helm, Theodor. Wiener Musikbrief : Brahms : op. 74. Zwei Motetten für gemischten Chor a capella. 75 = Pester JJoyd 1878. 12. XII. Dieses Werk gehört zu den schönsten und ergrei­fendsten Vokalkompositionen des Meisters.

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