Szilágyi Mária - Németh Ferenc: Bánáti sorsok az első világháborúban. Fábián Ernő és Bayer Irén hagyatéka nyomán (Temesvár, 2017)

8. Bibliográfia

• SZILÁGYI Mária/NÉMETH Ferenc • ungewöhnlich langen Brief an mein süßes gutes Herz bis fünf Uhr. Balogh Fridrichs Bein heilt. Gegen Abend ein Spaziergang im großen Schlamm, kann ich mich kaum bewegen. Um 20.00 Uhr Abendessen, bis 10 Klabberjaß, dann gehe ich ins Bett, zuerst werde ich das Risiko nehmen, mich vollständig auszuziehen. 27. Juni, Dienstag. Im Morgengrauen wache ich von einem fernen Artilleriefeuer auf, es sieht so aus, als hätten die Russen Kolomeas Türen getroffen, aber ich schlafe wieder ein und wache erst um 7 Uhr auf. Ich fühle mich ziemlich gut, und mein Magen wurde vollständig geheilt. Patientenbesuch, danach aß ich zwei Eier, die haben wundervoll geschmeckt. Um 10 Uhr bekomme ich Befehl, weiter zu gehen, wo das Regiment Commando kommen wird. (...) Ich bin auf dem kürzeren, aber gefährlicheren Weg gegangen, ich hatte große Angst, dass die Russen mich erschießen könnten, aber ich bin glücklicherweise gut an die Stelle gekommen. Inzwischen besuchte ich auch Kohn. Bald kommt ein Befehl, um zu dem alten Ort zurückzukehren, was ich gerne mache. Wir sind in der Tat um 2 Uhr zurück. Mittagessen. Brief an meinen süßen Engel und dann ein wenig Ruhe, sonst wäre das Leben sehr langweilig, aber man weiß nie was die Nacht bringt. Die Russen werden doch nicht weiter vorankommen, aber die lang erwartete und versprochene Hilfe verzögert sich, ich weiß nicht, was sie im Oberkommando denken, weil wir schon Bukowina verloren haben und sie wollen sogar die Karpaten übergeben. Es wäre die höchste Zeit Frieden zu schließen. Ich gehe um 4:30 am Nachmittag ins Bett, habe einen tiefen Schlaf und wache auf nur um 06.30. Ich beobachtete die Post, von meiner Liebe, aber leider ist das Schicksal grausam, ich bekomme auch heute nichts. Es sieht so aus, dass mein süßer Engel nur jeden zweiten Tag schreibt, also muss ich das auch akzeptieren. Nach dem Abendessen gehe ich bald ins Bett, das Wetter ist sehr schlecht, es regnet wieder. 4. Juli, Dienstag. Um 6 Uhr kommen noch zwanzig Wagen, und sie bringen die Verwundeten ständig hinein. Unser großes Opfer von gestern war umsonst, unser rechter Flügel wurde wieder getroffen. Bitte guter Gott, befreie uns von dieser gottlosen Truppe, es ist schrecklich, wie miserabel diese Truppen sind. Wegen ihnen ist es notwendig, die Länder, die durch kostbares Blut und Opfer gewonnen wurden, aufzugeben. Furchtbar. Und die Verwundeten kommen ständig, aber ich Í 154 > Die militärische Division im Zeltlager

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