Szilágyi Mária: Domeniul de la Jimbolia - Das Landgut von Hatzfeld - A Zsombolyai uradalom (Székesfehérvár, 2016)
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Das vorliegende Buch befasst sich mit der Rolle der legendär reichen und entgegen ihrem in Ungarn landläufigen Image keineswegs verschwenderischen Aristokratenfamilie Csekonics im Banat von dessen Wiederaufbau nach der Befreiung von der türkischen Herrschaft im XVIII. Jh. bis zu den historischen Katastrophen im XX. Jh. Die ungarische Aristokratenfamilie kroatischen Ursprungs liefert mit ihrer Tätigkeit ein gutes Beispiel dafür, was wir heute als Siedlungs- und Infrastrukturpolitik im ländlichen Raum bezeichnen würden, allerdings nicht im heutigen Sinne als demokratisch legitimierter, sondern als patemalistisch „top down” formulierter Politikansatz, der freilich auch von einem starken Sinn für die eigene soziale Verantwortung getragen wurde. Gegenstand der Untersuchung ist die Domäne Csekonics mit Sitz in Hatzfeld (rum. Jimbolia, serbokroat. tombolj, ung. Zsombolya), die nach und nach zu einem umfangreichen Komplex mit Gutsdörfern und Meierhöfen entwickelt wurde. Administratives Rückgrat der Gutsverwaitung waren die Meierhöfe mit der dazu gehörenden sozialen Infrastruktur wie Schulen, Kirchen und sogar einem Krankenhaus. Ein bemerkenswertes Element der technischen Infrastruktur wareine rd. 60 km lange Schmalspurbahn. Das Buch begleitet den Aufbau- ebenso wie den Verfallsprozess, der bereits nach dem Ersten Weltkrieg einsetzte und seinen traurigen Höhepunkt im und nach dem Zweiten Weltkrieg fand, und spürt dem noch vorhandenen Erbe dieser bemerkenswerten baulichen und sozialen Leistung nach. Brenner János A könyv a híres Csekonicsok örökségét tárja elénk. Felidéz egy elfeledett, misztikus világot, amely legtöbbször már csak a emlékezetben létezik. A romantikus árnyakkal átszőtt, sokszor melankolikus hangvételű könyv Bánát történetét hivatott gazdagítani, ennek a mesés, de ugyanakkor rideg vidéknek állít újabb emléket. Milan Micié ISBN 978-963-7233-44-9