Szilágyi Mária: Domeniul de la Jimbolia - Das Landgut von Hatzfeld - A Zsombolyai uradalom (Székesfehérvár, 2016)

A zsombolyai Csekonics-uradalom és annak öröksége - Úrilakok az uradalom területén

Szilágyi Mária - Anica Draganic DOMENIUL DE LA JIMBOLIA | DAS LANDGUT VON HATZFELD | A ZSOMBOLYAI URADALOM Vorsaal im Gartentrakt aus Richtung des Eingangs kommend konnte man gleichzeitig den Speisesaal und daneben die Anrichte sowie den Großsalon der Gräfin erreichen. Auf der anderen Seite des Großsalons kamen die Räume von Konstancia Cziräky, daneben die Räume von Endre Csekonics, die man auch unmittelbar aus dem Vorsaal erreichen konnte. Die zwei Apparte­ments waren nicht direkt miteinander verbunden, zwischen ihnen lief ein Diener-Korridor. Das Apartement der Gräfin schloss sich mit dem kleinen Salon an die Gesellschaftsräume an. In Fort­setzung des kleinen Salons waren das Schlafzimmer der Gräfin, daneben das Badezimmer und der Ankleideraum. Das WC und das Kinderzimmer schlossen die Reihe der Räume ab. Im Apartement des Grafen kam nach dem gräflichen Salon das Schreibezimmer, dann das Schlafzimmer. Dazu gehörte ein WC, außerdem war es direkt verbunden mit dem Zimmer des Kammerdieners und dem Diener-Korridor. Vom Diener-Korridor konnte man auch in das Zimmer der Zofe gelangen, den Garderobenraum und die Kaffeeküche.“ (FEKETE J., 2006. Nr. 4.). Das schnelle Tempo der technischen Entwicklung wird auch davon belegt, dass in 1910 auf Schloss Csitö das Telefon und vermutlich auch die Stromversorgung eingeführt wurde (CIOBANU-TONJA, 2013. 72.). Das imposante Außere barg auch ein prächtiges Innere: Das Schloss war mit wertvollen Möbeln, Gemälden und Kunstschätzen eingerichtet. Der Graf besaß eine mächtige aus 6.000 Bändern bestehende Bibliothek, die er aus dem Nachlass des Bischofs Sándor Liphtay Kisfaludy gekauft hatte. Außerdem gab es hier antike Schränke aus Ebenholz, japanische Vasen, wertvolle Gobelins, Porzellane und Jagdtrophäen (BOROVSZKY, 1911. b 138.). Aus den Erbschaftsakten von János Csekonics wissen wir, dass das Schloss 55 Zimmer hatte. Das Inventar des Güter von Schloss Csitö wurde in 1922 erstellt; daraus sieht man, was für ein Reichtum hier war, z.B. Kokosteppich, Tisch aus Ebenholz, bestickte Sessel, antiker, geschnitzter Stuhl mit großer Lehne (MNL FMLXIII. 5.11. d. 8.). Das Schloss Csitö war um die Jahrhundertwende ein beliebter Treffpunkt der Adelsfamilien. Darüber zeugen mehrere Artikel in verschiedenen Zeitungen. Die Zeitung „Vasárnapi Újság” berichtet in 1894 über ein Doppeltest, die Hochzeit und Silberhochzeit: „Familienfeste in Hatzfeld. In Hatzfeld auf dem Schloss der gräf­lichen Familie Csekonics fand ein doppeltes Fest am 13. des laufenden Monats statt, zu dem hochrangige Gäste aus allen Teilen des Landes angereist sind und das ehemals glanzvolle Leben des ungarischen Adels auflebte. Graf Csekonics Endre, der Vorsitzende des Rot-Kreuz Vereins und seine Ehefrau, Gräfin Constance Cziráky haben ihre Silberhochzeit gefeiert; zur gleichen Zeit hat die Tochter der Grafen, Gräfin Andrea, Graf Andor Pál Széchenyi geheiratet. Alle Familien des Hochadels waren vertreten und am Festzug haben sechzig Paare in ungarischer Festkleidung und pompösen Toiletten teilgenommen. Das Kirchenritual wurde von Weihbischof József Németh durchgeführt.” (Vasárnapi Újság, 1894. Nr. 42.). Im kleinen Wald, nicht weit entfernt vom Schloss, wurde 1898-1899 auch die von Alajos Hauszmann entworfene Familiengruft erbaut, die man als Hauptbegräbnisstätte zu nutzen gedachte. Die Csekonics's haben bevorzugt die gleichen Architekten verpflichtet für ihre Häuser in der Hauptstadt und in der Provinz, so war es auch mit Alajos Hauszmann. Beim Bau der Familiengruft hat er auch das Mietshaus der Familie in Budapest in der Straße Veres Pálné, damals Zöldfa Straße, deren Stil mit dem der Universität gleich war (GERLE, 2002. 311.). Die Familiengruft war mit dem Schloss Csitö durch eine Kastanienallee verbunden, die Csernyei (Czernya) Straße genannt wurde. Gräfin Leona Lipthay war die einzige, die tatsächlich hier beigesetzt wurde und nicht von anderen Orten hierher überführt wurde, wie im Falle der anderen Familien­mitglieder. Die Zeitung „Torontói” berichtet so über das Begräbnis: „Es war um halb vier nachmittags, als der Sarg am Mausoleum (ein Meisterwerk von Hauszmann) in der Nähe von Schloss Csitö angekommen ist. Hier haben die Familienmitglieder und Beamte des Landguts den Sarg ins Mausoleum gebracht, wo vor zwei Jahren12 die Toten der Familie Csekonics umgebettet wurden. Bischof Németh hat hier die Toten erneut gesegnet und der Handwerkergesangsverein hat die unvergessene Wohltäterin der Gemeinde mit einem wunderschönen Lied verabschiedet; danach signalisierten drei Mörsersalven, dass die Gräfin, Frau von János Csekonics zur ewigen Ruhe gesetzt wurde.” (Torontál, 1903. Nr. 75.). Die Familie hat in 1906 ein Altar aus Marmor im Mausoleum errichten lassen, der im gleichen Jahr geweiht wurde und hier wurden zweimal im Jahr heilige Messen für die Toten der 156 DOMENIUL... I DAS LANDGUT... | A ZSOMBOLYAI...

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