Fejér Megyei Történeti Évkönyv 6. (Székesfehérvár, 1972)

Tanulmányok - Balázs László: Angaben zum Beginn der Anhäufung der Kapitalien im Komitat Fejér

verkaufte, für den Grundherrn alle verlangten Waren (Kaffee, Zuc­ker, Seiden, usw.) beschaffte und eine Gesellschaft für das Aschebren­nen in der Hand hielt. — Die übrigen trieben den Handel im Kleinen, als Krämer, Kleinhändler, „Kraisler". Sie hiessen auch „Bakonyás", weil sie die Dorfleute des Bakonyer Gebirges mit Waren versorgt ha­ben, sie trugen ihren Kram auf dem Rücken überall hin, und sammel­ten abgetragene Kleider, Alteisen, Schaffelle und mieteten in den meisten Dörfern die Weinschänke, Bierstuben. So häufte sich das Ka­pital bei ihnen allmählich an. — Und als es ihnen im J. 1840. geneh­migt wurde in die Städte (z. B. nach Stuhlweissenburg) einziehen zu können, dann entvölkerten sich die Judengemeinden auf dem Lande, z. B. in Lovasberény wurde die Zahl der dortgebliebenen im J. 1912. nur 50. Das städtische Bürgertum wollte sie in ihre Zünfte nicht auf­nehmen, aber trotz ihrem Protest trieben sie weiter ihre Geschäfte. Mit ihren Kapitalien knüpfen sie sich an das österreichische, gross­tens jüdische Großbürgertum an und mit den Magnaten-Präsidenten bauten sie als Diireatoren und Directionsmitglieder die Eisenibannlini­en Ungarns aus, bildeten Aktiengesellschaften und wurden die Füh­rerschicht des ungarischen Finanzwesens. Den Meinen jüdischen Kaufmann hatten die kleinen Leute auf dem Lande sehr gern, aber gegen ihre kapitalistischen Methoden lehn­ten sieh die Handwerker und das städtische Bürgertum, bald auf. — Im Komitat Fejér sind die Juden durch die Anhäufung des Geldes auf diese Weise die Begründer des Kapitauschen Systems, nebst dem Hochadel, geworden. w

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