Fejér Megyei Történeti Évkönyv 5. (Székesfehérvár, 1971)
Tanulmányok - Balázs László: Hundertjähriger Kampf um das Dominium von Acsa
sitZitium. Endlich versucht er den Widerstand der Einwohner — im Besitz eines königlichen Schutzbriefes niederzuschlagen^ aber er wird von den Einwohnern der Dörfer am 27. Juni 1715. getötet. Darauf werden 18 van den Einwohnern durch den für diese Angelegenheit auf gestellten Gerichtshof zum Tode verurteilt und 6 davon mit grausamer Quälerei in Vértesacsa hingerichtet: nicht auf dem Weinberg wurden sie radegebrochen und der Berg wurde nicht vom Balkó (deutsch: Henker) durch die deutschen Neusiedler später ein bistsehen verändert (wie Jenei meint,) Pathó—Berg genannt, sondern wahrscheinlich von einem Mann, der dort wohnte; nämlich es gibt zu dieser Zeit mehrere Leute gleichen Namens in dieser Umgeburg. — Der Gerichtshof hat die 2 Dörfer „in aeternam rustticitatem" (zum ewiglichen Untentanentum) verurteilt. Aber den grössten materiellen Schaden leidet die Witwe Barbara v. Újvári geb. Sigray selbst, die deswegen für die übrigen Verurteilten den König um Gnade bittet. — Einige Jahre später (1724—32) lässit Frau v. Újvári, um die Einkünfte ihres Dominiums zu vermehrenj deutsche Neusiedler kommen, die aber «licht aus dem Sohwarzwald —Gebiet;, sondern laus Francania, Heidelberg, Mainz, Trier usw. kommen und nicht den schwäbischen;, sondern den rhein-fränkischen Dialekt sprechen. — Frau v. Újvári verkauft das Dominium im J. 1732 an Frh. später Graf v. Schmideg um 32 000 Forint. Der neue Grundherr lässt die einstigen Einwohner, als -seine Untertanen suchen: aus den Untersuchungsprotokollen erfahren wir, wo die früheren Einwohner sich hingeflüchtet hatten; aber Gr. Schmideg lässt nur die nach Nagydorog (Komltat Tolna) geflohenen Familien zurückkommen; Gr. v. Schmideg lässt deutsche Neusiedler auch nach Vértesacsa kommen. Aber die Pauliner sammeln die Dokumente und das Geld um wiederum einen Prizess für das Dominium zu führen (1737.) Vor dem ersten Forum, dem Komiiitat gewinnen sie den Prozess nicht; sie führen den Frozess weiter: auch vor der Königlichen Tafel (können sie ihr Recht nicht beweisen' und nach einem königlichem Aufruf schliessen die Pauliner mit Gr. v. Schmideg ein Abkommen, wonach Gr. v. Schmideg das Dominium an die Pauliner um 50 000 Forint übergibt. — Zuletzt wurde es nicht klar, dass die Csuither Rropstei nicht in Vértesacsa und Alcsut, sondern anderswo lag. — Aber dieses wurde sohon von Artistád Oswald lim J. 1936. (Turul, Jhrg. 50 — Seite 6—1.1.) iklairgernacht ; diese Tatsachen wurden von Jenei jedoch nicht in Betracht genommen. Die Einwohner von Acsa und Alcsut gehonten alle bis zum 1721. zu der evangelischen (H. C.) Religion. Zu dem Töten des v. Újvári hat es: wahrscheinlich .auch beigetragen, dass er am Tage seines Tötens an der Messe von den Vereber Jesuiten, die die Kirche im Nachbardorf Vat vor 9 Monaten mit militärischer Gewallt von den Evangelischen (H. C.) weggenommen haben, teilgenommen hat. — Im J. 1753. gab es in Vértesacsa infolge der Einsiedlungen ebenso wie Rom. Katholiken, wie Reformierte, und im J. 1763 2—3-mal so viele Katholiken als Reformierte, als die mittelalterliche Kirche von den Paulinenn, als Grundihenren für die Katholiken zurückgenommen wurde. Die Reformierten haben demit auch ihre Religionsfreiheit verloren. — Alcsut hat zwar seine Unabhängigkeit verloren, das Dorf blieb doch ungarisch und reformiert. Aber Vértesacsa ist während des 100-jahringer Prozesses neben dem Verlust seiner Unabhängigkeit deutsch und katholisch geworden, wo die Ungarn und die Reformierten nur als eine Minderheit lebten. Die Glaubensfreiheit haben die Vértesacsaer Reformierten teilweise nur im. J, 1787, völlig im. J. 1805 wiederum zurückbekommen. — Das war das Endergebnis des 100-jähringer Prozesses.