Szabó Géza: Geschichte des ungarischen Coetus an der Universität Wittenberg 1555–1613. Halle 1941.
Die Ungarn an der Universität Wittenberg im XVI. Jahrhundert - III. Verfall und Auflösung des Coetus - 9. Die konfessionelle Haltung des Coetus
Von den 60er Jahren an kehren mehrere Coetusmit- glieder nicht — wie bisher — unmittelbar in die ungarische Heimat zurück, sondern wenden sich in die Schweiz und nach Straßburg, um dort die Schweizer Reformation eingehender kennenzulernen. Die ersten auf diesem neuen Wege sind Kaspar Károlyi12), dann M. Benedikt Ilosvai, „der sein Studium in Genf unter Anleitung Calvins und Bezas fortgesetzt hat..13). Georg F. Gönczi zog von Wittenberg aus nach Frankreich weiter14). Matthias Thuri ließ sich am 14.10.1566 in der von Calvin gegründeten Akademie in Genf immatrikulieren15). In der Schweiz studierten in den folgenden Jahren nach dem Wittenberger Studium Valentin H. Szikszai (1567)16), Matthias Skariea (1570)17), Michael Paksi (1572)18) usw. Aus der Schilderung der konfessionellen Einstellung des Coetus ergibt sich, daß er die Entstehung des ungarischen Calvinismus entscheidend beeinflußt hat. 12) P. Bőd: Magyar Athenás . . . (Ungarische Gelehrtenhalle . . .) 1766. 131. 13) Ebenda 120. 14) Ebenda 100. 15) J. S. Szabó: A helvét irányú reformáció elterjedése etc. 160. 1G) P. Bőd: Magyar Athenás . . . (Ungarische Gelehrtenhalle . . .) 1766. 165. 17) Ebenda 241. 18) M. Asztalos: A wittenbergi egyetem magyar hallgatóinak nyelvismerete a XVI. században (Die Sprachkenntnis der ungarischen Studenten an der Universität Wittenberg im XVI. Jahrhundert). Egyetemes Filológiai Közlöny. Jhg. LVIII (1934) 10. 95