Szabó Géza: Geschichte des ungarischen Coetus an der Universität Wittenberg 1555–1613. Halle 1941.
Die Ungarn an der Universität Wittenberg im XVI. Jahrhundert - II. Blüte des Coetus - 6. Die Brüderliche Gemeinschaft innerhalb des Coetus. - Die Zeugnisse
6. DIE BRÜDERLICHE GEMEINSCHAFT INNERHALB DES COETUS. BW.; E. Thury: Sibolti Demeter élete és munkái (Leben und Werke des Demetrius Sibolti) Protestáns Szemle. Jhg. II (1890) 744—754; RMK; WMA.; E. Thury: A wittenbergi egyetemen járt magyar tanulók társaságának anyakönyvéből (Aus der Matrikel der ungarischen Studenten an der Universität Wittenberg) Protestáns Szemle. Jhg. XX (1908) 242—247. Die Mitglieder des Coetus bildeten von Anfang an eine brüderliche Gemeinschaft. Das wurde dadurch begünstigt, daß alle zusammenwohnten. Als ihren Hauswirt finden wir in der ersten Zeit Magister Theodor Sebastian31), dann später einen Schneidermeister Jacob Wagner32). Für das Freundschaftsverhältnis der Mitglieder sind die vielen Sammlungen von Abschiedsgedichten beredte Zeugnisse. Sie wurden von den Mitgliedern zur Ehre eines Genossen verfaßt, der mit den reichen Anregungen eines' Wittenberger Studiums in die Heimat zurückkehrte. 19 Gedichtsammlungen dieser Art sind bekannt33). 31) „. . . sex grossos ... in munuscula quaedam, cum adirem Dominum Magistrum Sebastianum hospitem nostrum, . . . exposui“ (BW. 143). Oder „Cum accederem Dominum Sebastianum Theodoricum, hospitem nostrum, pro convivio instruendo munusculum illi obtuli grossos 6“ (BW. 146). Theodor (Dietrich) Sebastian von Windsheim war Professor der Mathematik, seit 1571 der Medizin (GUW. 280). Sein Haus hat er wohl 1560 (GUW. 280) im Markt-Viertel 57 (Schoßbuch II.) bauen lassen. Das Haus liegt an der Nordseite des Marktplatzes, das dritte Haus von der Juristen Straße nach Osten zu. 32) „Obiit communis gentis nostrae hospes Jacobus Wagner Sartor Anno 99. 29. Junii, hora 12 media noctis 9 Sepultus 1. Julii, Rectore Academiae Johanne Zangero I. C. et professore publico, Seniore Coetus Ungarici Balthasare G. Miskolcino“ (BW. 76). Dieser Bericht wird durch die Eintragung des „Verzeichnis der Versterbenen Anno Christi von 1574 bis 1610“, S. 239 bestätigt: „Jacob Wagen er ein Burger und Schneider alhie gewesen ist den 29 Junii (1599) vorschyden“. Er wohnte im Coswiger Viertel 43 (Schossbuch VIII., X.). Das Haus ist das vierte nach der Stadtmühle nach Osten zu zwischen Coswiger und Schloß-Straße. 33) RMK. III. 502, 520, 524, 565, 578, 594, 753, 762, 767, 770, 777, 778, 779, 781, 795, 796, 797, 798 und 799. 58