Sztehlo Kornél: A Budai Ág. Hitv. Evangélikus Egyház története 1821-1918. Budapest 1918.
II. A BUDAI EVANGÉLIKUS EGYHÁZ KELETKEZÉSE - B) Az anyásítás
14 Der Schenkungsbrief von dem ich Ihnen mein lieber Herr Viceinspector schon voriges Jahr sprach, liegt bereit auf dem Fall, wenn die freie Wahl der Gemeinde mit der meinigen übereinstimmen sollte, nämlich einen nach den Grundsätzen des evangelischen Glaubensbekenntnisses streng der heiligen Schrift gemäss lebenden und lehrenden Prediger zu wählen. Da in Ungarn kein anderer ächt evangelisch gesinnter Mann, der auch zugleich der jetzt so nöthig erfundenen Sprache mächtig und der auch sehr verwirrten Rechte unserer Confession kundig sei, als Herr Prediger Bauhof er aus der Schütt, so dachte ich, da die Gemeinde damals ihm geneigt bchien, mit grosser Freude die Hand zu der Erhaltung eines solchen mit meinen Grundsätzen ganz übereinstimmenden Geistlichen bieten zu dürfen. Nun hörte ich alle Einwürfe, die hinterher dem würdigen Manne zur Last gelegt wurden, wie Mangel an schöner, feiner Sprache, etc. etc. Alle disse Reden beweisen — welche Art Geistlichen die Gemeinde wünschte — ich werde die Wahl der Gemeinde dulden, auch die jetzige traurige, verlassene Lage derselben beklagen und selbst darunter leiden wie bisher : aber selbst dazu beizutragen, verbietet mir mein Gewissen entschieden . . . Was die Last beträfe, die der Gemeinde durch die zahlreiche Familie des Herrn Prediger Bauhofers erwachsen wäre, so hatte ich gedacht der Sache einigermassen so beizustehen, dass ich ein Kapital von 4000 Cmze. zu 5 P. als einen unantastbaren Fond zur Pensionirung der Predigerwitwe angelegt hätte. Dieses sowohl als die 8000 Fl. Cmze., welche zur Besoldung des Predigers beizutragen bereits seit 6 Monaten angelegt sind, erwartete ich Ihnen, lieber Herr Vizeinspektor zu überreichen, wenn unsere Wünsche übereingetroffen wären. Ich weiss aber, dass ich kein Recht habe, der freien Wahl entgegenzutreten, und wollte diese abwarten, um die Schenkungsbriefe zu überreichen, oder nicht.