Bárdos István - Beke Margit (szerk.): Egyházak a változó világban (Esztergom, 1991)
Resüme
VORTRÄGER PASKAI, László KARDINALPRIMAS, ERZBISCHOF VON ESZTERGOM (GRAN) ERÖFFNUNG UND ZIELSETZUNG DER KONFERENZ "Diese beginnende Konferenz ist aus mehreren Gründen von eminenter Bedeutung. In unserer Heimat war die Kirchengeschichtsschreibung in der historischen Wissenschaft ein Jahrzehnte hindurch vernachlässigtes Gebiet und aufgrund der herrschenden Ideologie sind zahlreiche Geschichtsfälschungen ins Bewußtsein der Gesellschaft gelangt. In den letzten Jahren gab es zwar verschiedene Initiativen hinsichtlich der Kirchengeschichte und es kam auch zur Abhaltung einiger wissenschaftlichen Tagungen der Fachleute. Diese Konferenz tritt jedoch das erste Mal völlig frei zusammen. Die Vielfalt der Themen, die große Zahl der Referenten machen dieses wissenschaftliches Symposion zu einem hervorragenden Ereignis unseres geistigen Lebens. Eine Eigenschaft dieser Konferenz ist auch ihr ökumenischer Geist. Denn die einzelnen Kirchen und Religionsgemeinschaften tragen ihre Geschichte nicht einzeln, sondern gemeinsam vor. Die Konferenz bekundet im Geiste des Ökumenismus den gegenseitigen Respekt und fördert das bessere, gegenseitige Kennenlemen." HORVÁTH, Tibor HERMENEUTISCHE PROBLEME DER KIRCHENGESCHICHTSSCHREIBUNG Der Verfasser stellt die Grundsätze auf, nach denen die Geschichte der Kirche zu schreiben ist. BOGYAY, Tamás DIE ÜBERNAHME DES CHRISTENTUMS ALS WENDE Der Verfasser weist nach, daß die Bekehrung der Ungarn keine plötzliche war, sondern das Ergebnis einer sehr langen Entwicklung, dei aber durch einige Eregnisse, wie durch den Schock der Niederlage bei Augsburg (Lechfeld 955) und das Missionswerk des Hl. Adalbert (994-996) entscheidende Impulse bekam. Der Hl. Stephan habe keinen neuen Staat gegründet, sondern den bereits vorhandenen christianisiert. KUBINYI, András DIE ROLLE DER KIRCHE IN DER LANDESPOLITIK UND IN DER LANDESVERTEIDIGUNG AM ENDE DES MITTELALTERS Der Beitrag untersucht, aus welchen Motiven sich der hohe Klerus der Renaissancezeit an der Landespolitik beteiligte und welche Rolle sie bei der Landesverteidigung gegen die Türken spielte. BENDA, Kálmán DIE REFORMATION UND DIE IDEE DER RELIGIONSFREIHEIT Die wechselvolle Geschichte der Religionsfreiheit im alten Königreich Ungarn, besonders in Siebenbürgen, beweist, daß diese, besonders ihre gesetzliche Verankerung, stets von den politischen Entwicklungen und Umständen abhing. Der Verfasser prägt daher den Begriff einer "politisch-religiösen Toleranz". 577