Esztergom Évlapjai 1988

István Huszár: Német nyelvű rezümék

SAROLTA LÁZÁR DIE SCHRIFTDENKMALER DER ESZTERGOMER SCHLOSSERZUNFT IM BÁLINT BALASSA MUSEUM Die Studie bietet Überblick über die im 13—19. Jahrhundert fungie­rende Zunft auf Grund von 46 Schriftstücken überwiegend in ungarischer Sprache, die im Besitz des Bálint Balassa Museum sind. Sie bietet Ein­blick in die das Leben der Zunftmitglieder regelnden Schrifte, sie stellt ihre Beziehungen zu der Budaer Uhrmacher- und Schlosserzunft und der Komaromer — von denen sie ihre Grundregein adaptiert habén — klar. Die Budaer Zunft hat aber die auf dieser Weise zustandegebrachte Grund­regei nicht anerkannt und sie hat Kraft gehabt, die Esztergomer dazu zu zwingen, das sie ihre Grundregein übernehmen. Darauffolgend habén sich die Schlosserzünfte des Szent Tamás (Sankt Thomas) Marktfleckens und der königlichen Freistadt, im Jahre 1724 vereinigt. Das Leben der Zunft regelnde Dokument ist bis zum Jahre 1852 unverándert geblieben. Da hat sie Gewerberegeln bekommen und vom 1877 an erwáhnen sie die Dokumente als Schlosser Gewerbeverein. Fast vollstándig erschliessen sich die Namen der jáhrlich gewáhlten Vorstánde aus den Dokumenten. Über die Aufgaben der Handwerker der Schlosserzunft gibt es keine direkten Informationen. So kann man nur wahrscheinlich machen, das sie von den Aufgaben der Mitglieder anderer Handwerkerinnungen in ahnlicher Funktion nicht abweichend gewesen sind. Dementsprechend ist der Oberálteste, der Vorgesetzte der Knechte gewesen. Sein Leitungs­partner der begehende Meister hat die Einberufungstafel getragen, solan­ge der dienende Meister an den háufigen Festessen seine Meisterkame­raden bedient hat. Die Esztergomer Zunft von kleinem Stand hat die gewöhnlichen Sitzungen der Zünfte regelmássig abgehalten. Sie habén über Zunftlade, Siegel und Fahnen verfügt. Im Laufe ihres wechselvollen Lebens habén sie sich mit der Orst-Satteerzunft vereinigt. Im Jahrel763 hat sich die Schlosserzunft auf eine ungarische und eine deutsche geteilt. Nach wie vor habén sie ihre Fahne gemeinsam bnutzt. Die Erlernung des Gewerbs ist der Landespraxis entspechend gefolgt. Ein eingenartiger Zug des Le­bens der Esztergomer Schlosserzunft ist, das wir den Namen der Knechte in der Liste der örtlichen Meister nicht mehr vorfinden. Es ist nicht zu wissen, woher sie in die Stadt gekommen sind und wo sie von hier hingegangen sind, da es unter den Schriftstücken kein einziges Wanderbuch übriggeblieben ist. Die Studie macht uns mit den Gebráuchen des „sich hineinsetztenden" Glases, des Kameradenglasge­bens, der Taufe und des Meistermittagessens bekannt, wir bekommen in die Bedingungen des Meisterwerdens Einsicht. Dessen wichtige Vorbedin­gungen sind die Einbezahlung der Meistergebühr, das Erhalten des stádtischen Bürgerrechtes und die Verfertigung des Meisterstückes. Das konnte man spáter auch mit Geld erkaufen. Der übriggebliebenen Zunftpreisregelung nach habén die Mitglieden der Esztergomer Schlosser­408;

Next

/
Thumbnails
Contents